01:28 05 Dezember 2020
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    Die Filmlegende und Oscar-Gewinnerin Olivia de Havilland ist tot. Sie war 104 Jahre alt.

    Wie ihre Sprecherin gegenüber der Deutschen Presse-Agentur mitteilte, ist de Havilland am Sonntag in ihrem Haus in Paris, wo sie mehr als 60 Jahre lebte, eines natürlichen Todes gestorben.

    De Havilland war durch ihre Rolle als Melanie Hamilton im Südstaatenepos „Vom Winde verweht“ (1939) weltberühmt geworden.

    Wie die Zeitung „Hollywood Reporter“ geschrieben hatte, war de Havilland die letzte noch lebende Schauspielerin, die im Film „Vom Winde verweht“ mitgespielt hatte.

    Olivia de Havilland wurde am 1. Juli 1916 in Tokio als Tochter britischer Eltern geboren. Noch als Kleinkind zog sie nach Kalifornien. Der österreichische Theatermann Max Reinhardt entdeckte die 19-Jährige in der Rolle der Hermia in Shakespeares „Sommernachtstraum“.

    1946 gewann sie ihren ersten Oscar in der Hauptrolle von „To Each His Own“. Der Film lief in Deutschland unter dem Titel „Mutterherz“. Drei Jahre später bekam sie die Auszeichnung als beste Schauspielerin in William Wylers „The Heiress“ (Die Erbin).

    Daphne du Maurier schlug sie 1952 für die Hauptrolle in der Verfilmung ihres Romans „Meine Cousine Rachel“ vor. Mit ihrer langjährigen Freundin Bette Davis spielte sie in „Wiegenlied für eine Leiche“.

    Privatleben

    Von Dezember 1939 bis März 1942 hatte de Havilland eine Beziehung mit James Stewart, der eine Hochzeit mit ihr geplant hatte. Als Stewart im Krieg war, verliebte sich de Havilland in den Regisseur John Huston. 1946 heiratete die Schauspielerin den Kriegsveteran und Schriftsteller Marcus Goodrich. Ihr Sohn Benjamin wurde 1949 geboren.

    De Havillands Ehe mit Goodrich wurde 1952 geschieden. 1955 heiratete sie Pierre Galante, einen Mitarbeiter von Paris Match, und zog mit ihm nach Paris, wo sie bis zuletzt lebte. 1956 wurde die Tochter Gisele geboren. 1962 trennten sie sich, allerdings ließen Galante und de Havilland sich erst 1979 scheiden. De Havilland blieb jedoch mit ihm befreundet und pflegte ihn über einige Jahre bis zu seinem Krebstod. 

    ns/dpa/sna/gs

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    Tags:
    The Hollywood Reporter, Tod, Südstaatenepos Vom Winde verweht, Olivia de Havilland, Oscar, Frankreich, Japan