13:48 13 August 2020
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    Ein Gericht in Neuseeland hat einen Häuptling aus Samoa zu elf Jahren Haft verurteilt, dem die Versklavung seiner Stammgenossen vorgeworfen wurde. Dies melden am Montag internationale Nachrichtenagenturen.

    Laut der Ermittlung soll der 66 Jahre alte Joseph Matamata im Laufe von mehr als 25 Jahren seine Mitbürger aus Samoa nach Neuseeland gelockt haben. Er habe ihnen gut bezahlte Arbeit angeboten.

    Kein Geld, sondern Sklaverei

    In Wirklichkeit zwang er diese zu unbezahlter Arbeit auf Farmen oder in seiner Unterkunft. Im Weigerungsfall soll Matamata diese Menschen geschlagen haben.

    AFP meldet unter anderem, dass während des Gerichtprozesses darauf hingewiesen worden sei, dass Matamata den Titel Samoa-Häuptling von Matai inne hatte, weswegen er von den betrogenen Menschen als vertrauenswürdig eingestuft worden war.

    Matamata soll demnach unter anderem 122.000 US-Dollar Entschädigung für seine 13 Opfer zahlen. Sein jüngstes Opfer sei nur zwölf Jahre alt gewesen.

    Laut dem lokalen Portal Stuff ist der Matamata-Prozess der erste Sklaverei-Fall in der Geschichte Neuseelands.

    ak/sna/afp/ae

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    Tags:
    Sklaverei, Geldstrafe, Fall, Haft, Neuseeland