08:19 09 August 2020
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    Durch Einschränkungen im Zuge der Coronavirus-Krise sterben jeden Monat weltweit mehr als 10.000 Kinder an Hunger. Das ergab eine aktuelle Studie von der Weltgesundheitsorganisation (WHO) und Unicef.

    Betroffen seien ohnehin von Nahrungsmittelknappheit betroffene Weltregionen, heißt es.

    Zudem machte die Uno  in ihrer Prognose auf landwirtschaftliche Höfe mit kärglichen Erträgen aufmerksam, die von Märkten abgeschnitten seien, sowie auf Dörfer, die von Lebensmittel- und Medizinlieferungen nicht erreicht würden.

    Die Vereinten Nationen befürchten eine Zunahme von Hungertoden, insbesondere bei Kindern, die ohnehin schon an Mangelernährung litten.

    Auswirkungen der Corona-Krise werden noch viele Jahre gespürt

    Durch die Pandemie würden mehr als 500.000 Kinder jeden Monat vom sogenannten Wasting-Syndrom betroffen. Dabei handelt es sich um Mangelernährung, die sich in sehr dünnen Gliedmaßen und extrem aufgeblähten Bäuchen äußert. Das Wasting-Syndrom könne bei einem Kind zu dauerhaften körperlichen und psychischen Schäden führen.

    „Die Auswirkungen der Covid-Krise auf die Lebensmittelsicherheit werden sich noch in vielen Jahren zeigen“, zitierte der Deutschlandfunk den Chef für Ernährung bei der WHO, Francesco Branca, am Dienstag.

    „Es wird einen gesellschaftlichen Effekt geben“, sagte er.

    2,4 Milliarden US-Dollar Soforthilfe erforderlich

    Um den Hunger zu bekämpfen, sind nach UN-Angaben mindestens 2,4 Milliarden US-Dollar (2,04 Milliarden Euro) Soforthilfe nötig. Zudem hält es die Uno für wichtig, die Bewegungsfreiheit zu ermöglichen, damit Familien Hilfe in Anspruch nehmen könnten.

    Neuartiges Coronavirus  

    Nach Angaben der WHO (Stand: 28. Juli, 10.34 Uhr CEST) haben sich weltweit 16,3 Millionen Menschen mit dem neuartigen Coronavirus angesteckt. 650.069 Menschen sind an dem Virus gestorben. 

    ns/gs

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    Tags:
    Hunger, Tod, Kinder, Einschränkungen, Coronavirus, Deutschlandfunk, Unicef, Uno