04:45 15 August 2020
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    Einzelheiten zu US-Teilabzug aus Deutschland erwartet; Gezerre um Aussage von Top-Informant vor Amri-Ausschuss; Italien stimmt Verlängerung des Ausnahmezustands zu; Corona-Fälle in China steigen wieder; Suche nach vermisstem Bauarbeiter geht weiter; Mann von Zug erfasst – Unbekannter soll ihn gestoßen haben

    Sputnik präsentiert Ihnen in Kürze, was in der Nacht zum Mittwoch geschehen ist.

    Einzelheiten zu US-Teilabzug aus Deutschland erwartet

    Die US-Regierung wird heute voraussichtlich Einzelheiten zum geplanten Abzug eines Teils der amerikanischen Truppen aus Deutschland bekanntgeben. Erwartet wurde, dass sich US-Verteidigungsminister Mark Esper zur Stationierung von US-Soldaten in Europa äußert. US-Präsident Donald Trump hatte den Teilabzug im Juni angekündigt und ihn mit den aus seiner Sicht zu geringen Verteidigungsausgaben Deutschlands begründet. Führende Demokraten im US-Kongress wollen den Truppenabzug per Gesetz stoppen. Aber auch in Trumps Republikanischer Partei gibt es Skeptiker.

    Gezerre um Aussage von Top-Informant vor Amri-Ausschuss

    Ein wichtiger V-Mann aus der Islamistenszene könnte nach Recherchen von WDR und „Süddeutscher Zeitung“ wohl allenfalls unter strengen Auflagen im Amri-Untersuchungsausschuss des Bundestags aussagen. Das nordrhein-westfälische Innenministerium teilte Mitgliedern des Ausschusses demnach vor kurzem mit, dass der frühere Informant nicht ohne Weiteres vor dem Ausschuss auftreten könne, weil jeder Hinweis auf Identität oder Aufenthaltsort seinen Tod bedeuten könne. Das Ministerium äußerte sich am Abend auf Anfrage der Deutschen Presse-Agentur zunächst nicht zu den Berichten.

    Italien stimmt Verlängerung des Ausnahmezustands zu

    Italiens Senat hat dem Antrag der Regierung auf eine Verlängerung des Coronavirus-Ausnahmezustands bis Mitte Oktober zugestimmt. 157 der 319 Abgeordneten gaben grünes Licht, 125 votierten dagegen. Ministerpräsident Giuseppe Conte hatte den Ausnahmezustand am 31. Januar verhängt, als die beiden ersten Coronafälle in Rom bestätigt wurden. Das Virus entwickelt sich weiter und ist noch nicht am Ende. Es wäre unpassend, eine derart effektive Maßnahme abrupt zu beenden, sagte er vor den Abgeordneten. Zugleich zog er jedoch seinen ursprünglichen Plan einer Verlängerung bis Jahresende zurück. Das Unterhaus soll heute über den Antrag abstimmen. Conte kommt dort auf eine deutlich größere Mehrheit.

    Corona-Fälle in China steigen wieder

    Trotz strenger Vorsichtsmaßnahmen erlebt China die höchste Zahl neuer täglicher Infektionen seit drei Monaten. Obwohl die Volksrepublik das Virus weitestgehend im Griff hat, meldete die Gesundheitskommission heute in Peking rund 100 neue Fälle. Größere Ausbrüche gibt es in der Nordwestregion Xinjiang und in Dalian. Von der nordostchinesischen Hafenstadt haben sich die Infektionen durch Reisende in neun andere Städte ausgebreitet, auch nach Peking, das den ersten Fall seit drei Wochen verzeichnete. Da China praktisch eine „Null-Fälle-Politik“ verfolgt, reagieren die Behörden mit strengen Maßnahmen. In Dalian, wo der Ursprung des Ausbruchs in einer Fischfabrik vermutet wird, wurde schon die Hälfte der sechs Millionen Einwohner getestet. Die Hauptstadt von Xinjiang berichtete am Montag 89 neue Infektionen.

    Suche nach vermisstem Bauarbeiter geht weiter

    Nach dem Hauseinsturz mit einem Toten in Düsseldorf läuft die Suche nach dem zweiten vermissten Bauarbeiter heute weiter. Am frühen Morgen habe man damit begonnen, den Schutt von oben nach unten abzutragen, sagte ein Sprecher der Feuerwehr. Unter anderem kämen auch zwei Kräne zum Einsatz. Zuvor sei die Feuerwehr noch mit Sicherungsmaßnahmen beschäftigt gewesen. Die Identität der beiden Bauarbeiter ist hingegen weiterhin unklar. Einen der Männer habe man zwar mit einer Kamera lokalisieren können, eine Identifizierung sei durch den Staub und den Bauschutt allerdings nicht möglich. Der Leichnam, der am Dienstag entdeckt worden war, liegt laut Feuerwehr so kompliziert unter dem Berg von Bauschutt und Stahl, dass eine Bergung bisher nicht möglich war. Der zweite, vermisste Bauarbeiter war zuvor im Keller vermutet worden, dort habe er zum Zeitpunkt des Einsturzes wohl gearbeitet.

    Mann von Zug erfasst – Unbekannter soll ihn gestoßen haben

    Ein Unbekannter soll in Waghäusel in Baden-Württemberg einen Mann bei einem Streit am Bahnhof ins Gleisbett gestoßen haben. Er wurde am Abend von einem herannahenden Zug erfasst und schwer verletzt, wie Polizei und Staatsanwaltschaft Karlsruhe mitteilten. Die Polizei fahnde mit einem Großaufgebot nach dem Tatverdächtigen. Sie ermittele wegen eines versuchten Tötungsdelikts.

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