05:17 15 August 2020
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    Kinder und Jugendliche haben während der Corona-Einschränkungen 75 Prozent mehr Zeit mit digitalen Spielen verbracht. Das ergab eine Untersuchung zur Mediennutzung der Krankenkasse DAK-Gesundheit zusammen mit Forschern des Deutschen Zentrums für Suchtfragen des Kindes- und Jugendalters am Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf (UKE).

    Neben Kindern wurden im Rahmen der repräsentativen Untersuchung auch Erziehungsberechtigte in rund 1200 Familien befragt. Demnach stieg bei Kindern und Jugendlichen im Alter zwischen zehn und 17 Jahren, die mindestens einmal pro Woche spielen, die Nutzungsdauer von digitalen Spielen auf Tablets, Smartphones, Spielkonsolen oder am PC deutlich an: Während im September 2019 die durchschnittliche Spieldauer werktags noch bei 79 Minuten lag, verlängerte sie sich im April - also rund vier Wochen nach dem Beginn des Corona-Lockdowns - auf 139 Minuten.

    DAK-Vorstandschef Andreas Storm sagte gegenüber der DPA: „Unsere Studie zeigt, dass wir dringend ein verlässliches und umfassendes Frühwarnsystem gegen Mediensucht brauchen.“ Die Drogenbeauftragte der Bundesregierung, Daniela Ludwig (CSU), sprach angesichts der Zahlen von einem „heftigen Anstieg“. Wie sie gegenüber den Zeitungen der Funke-Mediengruppe (Mittwoch) sagte, müssen Kinder und erwachsene Jugendliche „wissen, wie viel noch ‚ok’ ist und ab wann es ‚zu viel’ wird“.

    ls/tm/dpa

     

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