17:09 24 November 2020
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    Dem insolventen Zahlungsdienstleistungsunternehmen Wirecard droht eine Strafe vonseiten der Finanzaufsicht BaFin. Die Behörde erklärte, das Unternehmen habe den Termin für die Vorlage des Geschäftsberichts 2019 nicht eingehalten. Dafür soll Wirecard nun 330.000 Euro Zwangsgeld zahlen. Es ist zu bezweifeln, dass Wirecard diese Summe aufbringen kann.

    Die Wirecard AG hatte Insolvenz angemeldet, nachdem Mitarbeiter des Wirtschaftsprüfungs- und Steuerberatungsunternehmens EY den Bestätigungsvermerk unter dem Jahresabschluss verweigerten, da 1,9 Milliarden Euro in der Bilanz fehlen. Ex-Vorstandschef Markus Braun und mehrere Top-Manager des Konzerns stehen heute unter dem Verdacht, jahrelang die Bilanzen aufgebläht zu haben, um bei Kunden, Anlegern und Banken besser dazustehen und mehr Geld von ihnen zu bekommen.

    Wegen der Corona-Krise bekamen börsennotierte Unternehmen, die sonst ihre Jahresabschlüsse bis zum 30. April vorlegen müssen, Aufschub bis zum 30. Juni. Wirecard hatte die Veröffentlichung der Bilanz 2019 wegen einer Sonderprüfung mehrfach verschoben. Am 18. Juni räumte Wirecard ein, dass 1,9 Milliarden Euro in der Bilanz nicht auffindbar seien. Wenige Tage später meldete Wirecard Insolvenz an.

    ls/sb/rtr

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    BaFin, Deutschland