06:58 03 Dezember 2020
SNA Radio
    Panorama
    Zum Kurzlink
    211047
    Abonnieren

    SPD und Grüne für Senkung des Wahlalters auf 16 Jahre; Trump warnt Unterstützer vor Rückkehr der USA zu Klimaabkommen; Videoüberwachung in Stuttgart beschlossen; Verdi kritisiert Galeria-Management; Milliardenverluste bei Airbus; Beschwerden gegen Beschlagnahme Dutzender Immobilien abgewiesen

    Sputnik präsentiert Ihnen in Kürze, was in der Nacht zum Donnerstag geschehen ist.

    SPD und Grüne für Senkung des Wahlalters auf 16 Jahre

    Fünfzig Jahre nach der Senkung des Wahlalters für Bundestagswahlen von 21 auf 18 Jahre verlangen SPD und Grüne eine weitere Reduzierung. Die SPD fordere die Absenkung des aktiven und passiven Wahlalters auf 16 Jahre für alle Kommunal-, Landtags-, Bundestags- und Europawahlen, sagte die Parteivorsitzende Saskia Esken der Deutschen Presse-Agentur in Berlin.“Wir müssen jungen Menschen die Möglichkeit geben, mitzubestimmen und mitzugestalten.“ Der Grünen-Vorsitzende Robert Habeck sagte der dpa: „Wir leben in einer Zeit, in der die Mündigkeit der jungen Generation schon viel früher einsetzt. Es wäre schön, wenn der Gesetzgeber das sehen könnte und nachziehen würde.“

    Trump warnt Unterstützer vor Rückkehr der USA zu Klimaabkommen

    US-Präsident Donald Trump hat seine Unterstützer im Fall seiner Wahlniederlage im November vor einer Rückkehr der USA zum Pariser Klimaschutzabkommen gewarnt. Bei einem Besuch bei einer Ölförderanlage in Texas sagte der Republikaner, ein solcher Schritt würde die USA im globalen Wettbewerb benachteiligen und „Abermilliarden Dollar“ kosten. Sollten die Demokraten an die Macht kommen, würden sie nicht nur die Öl- und Gasindustrie, sondern die gesamte US-Wirtschaft zerstören. Die USA würden dann zu einem weiteren Venezuela. Trump liegt in landesweiten Umfragen derzeit hinter seinem designierten Herausforderer bei der Wahl, Joe Biden.

    Videoüberwachung in Stuttgart beschlossen

    Als Reaktion auf die Krawalle in Stuttgart im Juni werden künftig an Wochenenden zentrale Plätze der Innenstadt mit einer Videoüberwachung kontrolliert. Das hat der Gemeinderat am Mittwochabend entschieden. Der Beschluss mache den Weg frei, auf städtischen Flächen rund 30 Kameras zu installieren, teilte die Stadt Stuttgart mit. Geplant sei eine Beobachtung in den Nächten auf Samstag, auf Sonntag und vor Feiertagen jeweils von 20.00 bis 6.00 Uhr. Die Maßnahme soll rund eine Million Euro kosten. Wann die Kameras in Betrieb gehen, ist noch unklar.

    Verdi kritisiert Galeria-Management

    Die Gewerkschaft Verdi wirft der Leitung des angeschlagenen Warenhauskonzerns Galeria Karstadt Kaufhof vor, nicht genug für den Erhalt von Filialen getan zu haben. „Wir zweifeln daran, dass das Management alles unternommen hat, um möglichst viele Filialen zu retten“, sagte der Leiter der Verdi-Bundesfachgruppe Handel, Orhan Akman, der Deutschen Presse-Agentur. Der Warenhauskonzern hatte in den vergangenen Wochen die Zahl der von der Schließung bedrohten Häuser von 62 auf 50 reduziert. Der Vorsitzende der Galeria-Geschäftsführung, Miguel Müllenbach, hatte den Mitarbeitern der verbliebenen 50 Filialen auf der Schließungsliste allerdings keine Hoffnung auf weitere Einigungen im letzten Augenblick gemacht. Akman warf der Unternehmensleitung vor, sie lege die Kriterien für die Schließung von Häusern nach wie vor nicht offen. Diese Intransparenz lasse viele Fragen ungeklärt.

    Milliardenverluste bei Airbus

    Die Corona-Krise hat den Luftfahrt- und Rüstungskonzern Airbus im zweiten Quartal tief in die roten Zahlen gerissen. Weil die Zahl der Flugzeugauslieferungen einbrach, stand unter dem Strich ein Verlust von mehr als 1,4 Milliarden Euro, wie der Konkurrent des US-Konzerns Boeing heute in Toulouse mitteilte. Ein Jahr zuvor hatte hier noch ein Gewinn von knapp 1,2 Milliarden Euro gestanden. Jetzt will der Konzern die Produktion seines jüngsten Langstreckenjets A350 noch stärker zurückfahren als geplant. Statt sechs sollen nur noch fünf Maschinen des Typs pro Monat die Werkshallen verlassen. Das entspricht rund der Hälfte des Vorkrisenniveaus.

    Beschwerden gegen Beschlagnahme Dutzender Immobilien abgewiesen

    Zwei Jahre nach der vorläufigen Beschlagnahme von 77 Immobilien, die einer arabischstämmigen Berliner Großfamilie zugerechnet werden, sind bislang sämtliche Beschwerden dagegen gescheitert. „Die Beschlagnahme der Immobilien und Mieteinnahmen besteht in vollem Umfang fort“, sagte Justizsenator Dirk Behrendt. Neben den sichergestellten Grundstücken und Häusern im Juli 2018 wurden im April 2019 auch die Einnahmen aus der Vermietung von 45 der Immobilien richterlich beschlagnahmt. Fünf Beschuldigte und drei Nebenbeteiligte legten laut Justizverwaltung Beschwerde ein. Alle Versuche des rechtlichen Vorgehens gegen die Beschlagnahme seien bislang erfolglos geblieben, so der Senator.

    GemeinschaftsstandardsDiskussion
    via Sputnik kommentierenvia Facebook kommentieren

    Zum Thema:

    Wie Verbrecher behandelt? Quarantäne-Schreiben wegen harter Wortwahl in Kritik – Sputnik hakt nach
    Russischer Impfstoff darf dran, so Kommission von der Leyens - aber „nirgendwo in EU außer Ungarn“
    Auf Sexparty erwischt: Polizei löst Orgie in Brüssel auf – EU-Abgeordneter tritt zurück