07:07 14 August 2020
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    Der 17-Jährige, ehemals Schüler im österreichischen Wels, der Ende Mai mit einer offenbaren Amok-Drohung auf Instagram für einen Großeinsatz der Polizei gesorgt hatte, muss nun vor Gericht.

    Wie die österreichischen Medien am Freitag berichten, hat die Staatsanwaltschaft Wels einen Strafantrag wegen gefährlicher Drohung eingebracht. Wann der Prozess stattfinden soll, stehe noch nicht fest, hieß es. 

    Was steht im Gesetz?

    Das Nachrichtenportal Heute.at zitiert aus dem Strafgesetzbuch: „Wer einen anderen gefährlich bedroht, um ihn in Furcht und Unruhe zu versetzen, ist mit Freiheitsstrafe bis zu einem Jahr oder mit Geldstrafe bis zu 720 Tagessätzen zu bestrafen.“

    Hintergrund

    Eltern hatten am Tag der Mathematik-Prüfung am 28. Mai am frühen Morgen wegen zweier Postings die Polizei angerufen. Auf einem Video war ein Ausschnitt aus einem Ego-Shooter-Computerspiel zu sehen, in dem der Schütze mit gezogener Waffe auf das Gymnasium zugeht. Hinterlegt war es mit Teilen des Songs „Pumped Up Kicks“, in dem es um ein School-Shooting geht. Zudem soll in einer weiteren Veröffentlichung auf Englisch eine Straftat in der Schule angekündigt worden sein.

    Tags darauf wurde der mutmaßliche Verfasser ermittelt. Er gab an, es habe sich nur um „Satire“ gehandelt. Inzwischen musste der Junge per Bescheid die Schule verlassen.

    pd/sb

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    Tags:
    Österreich, Video, Amoklauf, Instagram, Drohung