23:44 26 Oktober 2020
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    Ein Brauer aus der bayerischen Gemeinde Uehlfeld kann kein Bier mehr brauen, weil Anfang des Jahres Störche auf seinem Brauereischlot ein Nest gebaut hatten. Obwohl seine Vorräte noch reichen, könnte es bald knapp werden. Im Netz sind entsprechende Videos des Geschehens aufgetaucht.

    Der Bierbrauer Christian Zwanzger bemerkte im Frühjahr, dass Störche versuchten, sich auf dem Schlot seiner Brauerei niederzulassen. Allerdings konnte sich Zwanzger kaum vorstellen, dass sich die Vögel auf dem Schornstein eingewöhnen würden. Als das den Störchen doch gelang, wollte er das Nest versetzen. Weil sie unter Naturschutz stehen, wollte er ein Gestell für den Schornstein errichten lassen. Somit könnte dieser wieder von dem Brauer genutzt werden, und die Störche müssten ihren Nistplatz nicht aufgeben.

    Nestversetzung wegen Corona-Einschränkungen verschoben

    Zwanzger wollte in solch eine Konstruktion sogar 3000 bis 4000 Euro investieren. Allerdings gingen seine Pläne wegen des Corona-Lockdowns nicht in Erfüllung. Schon nach der Aufhebung der Beschränkungen hatte der Brauer Eier im Nest gefunden. So beschloss er, den Umzug auf den Zeitpunkt zu verschieben, wenn die jungen Vögel flügge sein würden.

    Keine Panik trotz knapper Bier-Vorräte

    Zuerst hatte Zwanzger keine Bedenken, dass sein Biervorrat knapp werden könnte, da er während des Lockdowns auch keine Gäste hatte. Inzwischen läuft die Gastronomie wieder und das Lager leert sich. Weil das Bier des Brauers mindestens sechs Wochen lagern müsse, sei der Vorrat auch nicht sofort aufgefüllt worden. Der Gastwirt macht sich darum jedoch keine Sorgen.

    Die mittelfränkische Gemeinde Uehlfeld, die 3000 Einwohner zählt, ist laut Zwanzger ein richtiges „Storchenmekka“. Insgesamt gibt es hier 35 Nester, die bei den Besuchern seines Gasthofes sehr beliebt sind.

    ac/sb

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    Tags:
    Schornsteine, Storch, Brauerei, Bayern