15:44 18 September 2020
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    Die Behörden der Schwarzmeer-Halbinsel Krim haben experimentelle Arbeiten zum künstlichen Auslösen von Niederschlag ausgeschrieben. Der Höchsteinstiegspreis betrage 25,5 Millionen Rubel (knapp 300 000 Euro), heißt es auf der Website für staatliche Aufkäufe torgi.gov.ru.

    Das „Objekt“ des Kaufs wurde in dem vom Komitee für Wettbewerbspolitik der Krim am Dienstag veröffentlichten Antrag folgendermaßen formuliert: „Erfüllung experimenteller Luftarbeiten zum Auslösen künstlicher Niederschläge zwecks Sättigung von Gewässern der Republik Krim“.

    Krim soll um 15 Prozent mehr Wasser erhalten

    Der Aufgabe der Krimbehörden zufolge soll das für das Experiment geplante Flugzeug einen Stickstoffgenerator und eine Vorrichtung mit Zündpatronen zum Abschuss von Silberjodid-Ladungen an Bord haben. Das Experiment dürfe nicht weniger als 25 Flugstunden dauern. Dabei soll gewährleistet werden, dass die Menge des Niederschlags auf dem Territorium der Republik Krim um mindestens 15 Prozent vom Monats- oder Saisondurchschnitt steigen würde, heißt es in den Dokumentationen.

    Experiment dauert bis Mitte Dezember

    Demnach soll im Gebirgsvorland und im Gebirge der Kreise Simferopol und Belogorsk geflogen werden. Die Leistungen würden unmittelbar vom Zeitpunkt des Vertragsabschlusses an bis zum 15. Dezember des laufenden Jahres erwiesen.

    Zuvor hatte Republikchef Sergej Aksjonow mitgeteilt, dass 2020 auf der Halbinsel eine der schwersten Dürren der letzten 150 Jahre registriert worden sei.

    Ukraine: Kein Wasser für die Krim

    Nach der Wiedervereinigung der Krim mit Russland 2014 hatte die Ukraine die Versorgung der Halbinsel mit Wasser aus dem Dnepr über einen zur Sowjetzeit gebauten Kanal abgebrochen. Aus dem Kanal waren früher unter anderem Reisplantagen beregnet worden. Wegen des Wassermangels musste der Reisanbau auf der Halbinsel komplett eingestellt werden.

    am/gs/ta

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    Tags:
    Experiment, Beschuss, Wolken, Bewässerung, Krim, Russland