11:40 26 September 2020
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    Facebook löscht Trump-Video; Suche nach Ursache für Explosion in Beirut; Lauterbach kritisiert DFL-Rückkehrkonzept; Japan gedenkt des Atombombenabwurfs auf Hiroshima; Lufthansa mit weiterem Milliardenverlust; NRW bleibt beim coronabedingten Arbeitsverbot für Prostituierte

    Sputnik präsentiert Ihnen in Kürze, was in der Nacht zum Donnerstag geschehen ist.

    Facebook löscht Trump-Video

    Facebook hat ein von US-Präsident Donald Trump auf der Plattform veröffentlichtes Video gelöscht. Der Clip habe Falschinformationen zum Thema Coronavirus enthalten, erklärte ein Sprecher des Unternehmens. In dem Ausschnitt eines Interviews mit dem Sender Fox News sagte Trump, Kinder seien in Bezug auf das Coronavirus „fast immun“, weswegen Schulen nach den Sommerferien trotz der Pandemie wieder für normalen Unterricht öffnen sollten. Facebook erklärte, die falsche Behauptung, wonach eine Bevölkerungsgruppe immun sei, verstoße gegen die Regeln der Plattform zu Corona-Falschinformationen.

    Suche nach Ursache für Explosion in Beirut

    Nach der verheerenden Explosion in Beirut mit mehr als 130 Toten und Tausenden Verletzten geht die Suche nach der Ursache der Detonation weiter. Eine Untersuchungskommission der Regierung soll dem Kabinett innerhalb von fünf Tagen einen ersten Bericht vorlegen. Frankreichs Staatschef Emmanuel Macron will heute bei einem kurzfristig angesetzten Besuch in Beirut mit führenden Politikern des Landes zusammenkommen. Unter ihnen sind laut Medien Staatspräsident Michel Aoun und Regierungschef Hassan Diab. Die Katastrophe löste eine Welle der Hilfsbereitschaft aus – so schickten mehrere Länder Rettungsmannschaften mit Spürhunden und Experten für die Bergung von Verschütteten.

    Lauterbach kritisiert DFL-Rückkehrkonzept

    Der SPD-Politiker Karl Lauterbach hat das Rückkehrkonzept der Deutschen Fußball Liga für Fans in Stadien nach Monaten des Einlassverbots wegen der Corona-Pandemie kritisiert. Der Vorstoß der DFL sei „überhaupt nicht angemessen“, sagte der Politiker in der ARD. Das Konzept sei nicht sicher, weil niemand eine sichere An- und Abreise der Fans garantieren könne. Lauterbach mahnte, dass sich Deutschland am Anfang einer zweiten Welle befinde. Die Kinder müssten mit Masken unterrichtet werden, und da mache man sich Gedanken, vor 25.000 Leuten Fußball zu spielen, erklärte er. Es gebe auch keinen Anlass, zusätzliche Fälle durch Fußballfans zu riskieren, schrieb er vor der Sendung auf Twitter.

    Japan gedenkt des Atombombenabwurfs auf Hiroshima

    Mit einer Schweigeminute und einem Appell zur Abschaffung aller Atomwaffen haben die Menschen im japanischen Hiroshima der Opfer des Atombombenabwurfs vor 75 Jahren gedacht. Bei einer wegen der Corona-Pandemie drastisch verkleinerten Gedenkzeremonie legten die Teilnehmer bei sommerlicher Hitze zum Klang einer bronzenen Friedensglocke eine Gedenkminute ein. Zu diesem Zeitpunkt hatte der US-Bomber Enola Gay damals die erste im Krieg eingesetzte Atombombe mit dem Namen „Little Boy“ über der Stadt im Westen des Landes abgeworfen. Schätzungsweise 140.000 Menschen starben, mehr als die Hälfte unmittelbar.

    Lufthansa mit weiterem Milliardenverlust

    Der Zusammenbruch des Flugverkehrs in der Corona-Krise hat der Lufthansa im zweiten Quartal einen weiteren Milliardenverlust eingebracht. Unter dem Strich stand ein Minus von rund 1,5 Milliarden Euro nach einem Gewinn von 226 Millionen ein Jahr zuvor, teilte der inzwischen vom Staat gestützte Konzern heute in Frankfurt mit. Der operative Verlust lag mit knapp 1,7 Milliarden Euro noch höher. Dass es nicht noch schlimmer kam, verdankte das Unternehmen einem Rekordergebnis seiner Frachttochter Lufthansa Cargo, die von der stark gestiegenen Nachfrage nach Frachtflügen profitierte. Lufthansa-Chef Carsten Spohr erwartet, dass der Flugverkehr frühestens im Jahr 2024 wieder das Niveau aus der Zeit vor der Krise erreicht. Der Konzern will deshalb seine Kosten bis zum Jahr 2023 um 15 Prozent senken, die Flotte um mindestens 100 Flugzeuge verkleinern und 22.000 Vollzeitstellen abbauen.

    NRW bleibt beim coronabedingten Arbeitsverbot für Prostituierte

    Anders als Berlin wird Nordrhein-Westfalen das coronabedingte Arbeitsverbot für Prostituierte vorerst nicht lockern. Das stellte das NRW-Gesundheitsministerium auf Anfrage der dpa klar. Sexuelle Dienstleistungen in und außerhalb von Prostitutionsstätten, Bordellen und ähnlichen Einrichtungen seien laut Coronaschutzverordnung ausdrücklich untersagt, stellte die Behörde von Arbeits- und Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann fest. Solange in anderen Lebensbereichen massive Restriktionen wie Abstand, Maskenpflicht und Rückverfolgbarkeit von Infektionsketten gelten, seien aus Sicht seines Hauses Lockerungen im Prostitutionsbereich nur schwer vorstellbar.

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