15:40 19 September 2020
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    Trump verbietet Geschäfte mit TikTok; Gesundheitswesen kann mit 1000 Neuinfektionen am Tag umgehen; Weil für zügige Klärung der SPD-Kanzlerkandidatur; Chinas Außenhandel legt weiter zu; CDU-Wirtschaftsrat fordert Verbot von Reisen in Corona-Risikogebiete; Kanada reagiert auf US-Strafzölle

    Sputnik präsentiert Ihnen in Kürze, was in der Nacht zum Freitag geschehen ist.

    Trump verbietet Geschäfte mit TikTok

    US-Präsident Donald Trump verbietet US-Bürgern, Geschäfte mit den Eigentürmern der populären chinesischen Video-App Tiktok zu machen. Mit der Verfügung, die in 45 Tagen greifen soll, verleiht Trump seiner Drohung Nachdruck, den Verkauf der chinesischen App an ein amerikanisches Unternehmen zu erzwingen. Trump sieht in der App eine Bedrohung der nationalen Sicherheit. Der amerikanische Softwareriese Microsoft hat sich nach dem jüngst massiven politischen Druck aus dem Weißen Haus in Stellung gebracht, das US-Geschäft der Video-App zu übernehmen. Das Unternehmen will bis Mitte September einen Deal mit dem privaten chinesischen Eigentümer Bytedance aushandeln.

    Gesundheitswesen kann mit 1000 Neuinfektionen am Tag umgehen

    Bundesgesundheitsminister Jens Spahn sieht nach dem jüngsten Anstieg der Corona-Neuinfektionen derzeit keine kritische Schwelle überschritten. Im Moment sei man in jedem Fall noch in einer Größenordnung, mit der das Gesundheitswesen und der öffentliche Gesundheitsdienst umgehen könne, sagte der CDU-Politiker im ZDF. Wenn man sich jetzt auf einem bestimmten Niveau stabilisiere, könne man damit umgehen. Zuletzt hatte das Robert Koch-Institut erstmals seit drei Monaten mehr als 1000 Neuinfektionen binnen 24 Stunden registriert.

    Weil für zügige Klärung der SPD-Kanzlerkandidatur

    Niedersachsens Ministerpräsident Stephan Weil dringt auf eine rasche Klärung der SPD-Kanzlerkandidatur. Die Partei solle sich direkt nach der politischen Sommerpause entscheiden, sagte der SPD-Landesvorsitzende der Deutschen Presse-Agentur in Hannover. Irgendwann im September sollte es einen Vorschlag geben, der dann hoffentlich in der gesamten Partei auf breite Zustimmung stoße. Die SPD könne einen Nutzen daraus ziehen, dass sich die Entscheidung über den Kanzlerkandidaten bei der CDU in die Länge ziehe. Sie sollte den Vorteil nutzen, der sich aus einer späten Festlegung der Union ergeben könnte. Der CSU-Vorsitzende Markus Söder hatte sich dafür ausgesprochen, bis März 2021 mit einem Kanzlerkandidaten zu warten.

    Chinas Außenhandel legt weiter zu

    Trotz der globalen Corona-Krise sind Chinas Exporte im vergangenen Monat unerwartet stark gestiegen. Die Ausfuhren der zweitgrößten Volkswirtschaft legten im Juli im Vergleich zum Vorjahresmonat um 7,2 Prozent zu, berichtete die Pekinger Zollverwaltung heute. Leicht schwächer fielen dagegen die Importe aus, die um 1,4 Prozent schrumpften. Unterm Strich legte der Außenhandel damit um 3,4 Prozent auf einen Wert von rund 413 Milliarden US-Dollar zu. Zwar laufen die Geschäfte wieder an, seit Januar gerechnet muss China aber noch immer ein Minus beim Außenhandel von 4,8 Prozent im Vergleich zum Vorjahr hinnehmen. Im Dezember waren die ersten Fälle des neuen Coronavirus in China entdeckt worden. Das bevölkerungsreichste Land dämmte die Pandemie mit strikten Maßnahmen ein. Es gibt heute kaum noch neue Infektionen, so dass sich das Leben und die Wirtschaftstätigkeiten wieder normalisieren.

    CDU-Wirtschaftsrat fordert Verbot von Reisen in Corona-Risikogebiete

    Der Wirtschaftsrat der CDU fordert ein Verbot von Reisen in Corona-Risikogebiete. Reisen in Risikogebiete müssten konsequenterweise auch untersagt werden. Das Reiserecht könne nicht höher bewertet werden als die Rechte von Millionen Deutschen, denen ansonsten ein erneuter Lockdown drohe, sagt der Generalsekretär der Organisation, Wolfgang Steiger, der „Bild“-Zeitung. Selbst das reiche Deutschland werde sich einen Lockdown mit Betriebs- und Schulschließungen nur unter erheblichsten Schwierigkeiten noch einmal leisten können.

    Kanada reagiert auf US-Strafzölle

    Kanada hat den USA gedroht, auf die angekündigten Strafzölle auf Aluminium-Produkte zu reagieren. Die Regierung in Ottawa kündigte Vergeltungsmaßnahmen in ähnlichem Umfang an. Das Vorgehen der US-Regierung sei unbegründet und inakzeptabel. US-Präsident Trump hatte bei einer Veranstaltung im Bundesstaat Ohio mitgeteilt, kanadische Aluminium-Produkte per Dekret mit zehnprozentigen Sonderzöllen zu belegen. Er warf dem Nachbarland vor, den US-Markt mit Billigprodukten zu fluten und Arbeitsplätze in den USA zu vernichten. Bereits im Jahr 2018 hatte Trump Strafzölle auf kanadische Produkte erlassen. Kanada reagierte darauf mit Sonderabgaben auf US-Produkte wie Ketchup und Bourbon.

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