14:04 29 September 2020
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    Ein gewaltsamer Konflikt unter bewaffneten jungen Männern nahe dem Berliner Alexanderplatz hat ein Menschenleben gefordert. Ein 22-Jähriger starb, ein 21-Jähriger wurde in der Nacht zum Freitag mit Stichverletzungen in ein Krankenhaus gebracht und nach Angaben der Polizei und der Staatsanwaltschaft operiert.

    Ein 23-Jähriger wurde demnach am Tatort festgenommen. Laut bisherigen Ermittlungen und Aussagen soll er mit einem Messer auf die beiden Kontrahenten eingestochen haben. Ob ein Haftbefehl gegen ihn beantragt wird, war demnach am Freitagmittag zunächst nicht entschieden.

    Ersten Feuerwehrangaben zufolge starb der 22-Jährige auf dem Weg ins Krankenhaus. Die Leiche werde obduziert, wie eine Sprecherin der Berliner Generalstaatsanwaltschaft sagte. Den Ermittlungsbehörden zufolge habe der Mann, der gestorben ist, zuvor mit einer Schreckschusswaffe geschossen und den 23-Jährigen bedroht. Der Hintergrund der blutigen Auseinandersetzung am Donnerstag gegen Mitternacht in der Panoramastraße sei bisher unbekannt. Mehrere Menschen seien bei dem Vorfall in der Nähe der Wasserspiele beteiligt gewesen.

    Zu der Frage, ob sich die Männer kannten oder zufällig dort begegneten, konnte die Sprecherin noch keine Aussagen machen. Eine Mordkommission des Landeskriminalamtes und die Staatsanwaltschaft haben Ermittlungen eingeleitet. Bei den Beteiligten handelt es sich um syrische Staatsangehörige.

    Der Alexanderplatz - ein Verkehrsknotenpunkt in Berlins Innenstadt - gilt als ein Kriminalitätsschwerpunkt. Der Ort war durch eine Reihe von Schlägereien, Messerstechereien und Taschendiebstählen in Verruf geraten. Die Polizei verstärkte dort ihre Sicherheitsmaßnahmen. Seit Ende 2017 gibt es eine eigene Polizeiwache zwischen der Weltzeituhr und dem Brunnen der Völkerfreundschaft.

    Im Oktober 2012 war der 20-jährige Jonny K. zwischen dem Alexanderplatz und dem Roten Rathaus getötet worden. Der Gewaltexzess hatte bundesweit Bestürzung und eine Debatte über den Umgang mit jugendlichen Gewalttätern ausgelöst. K. war dort von mehreren Männern so zusammengeschlagen worden, dass er kurz darauf an Gehirnblutungen starb.

    ls/mt/dpa

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