14:09 19 September 2020
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    Nach der Explosionskatastrophe am vergangenen Dienstag im Hafen der libanesischen Hauptstadt Beirut werden noch immer rund 45 Menschen vermisst. Ein Sprecher des libanesischen Gesundheitsministeriums sagte am Samstag, 25 Menschen seien tot geborgen worden, deren Identität sei unklar.

    Die Bergungsarbeiten gehen unterdessen weiter. Dabei sind auch Teams aus Deutschland im Einsatz. Am Samstag sollen Opfer der Katastrophe beigesetzt werden. Aktivisten haben zudem zu einer Trauer- und Protestkundgebung im Zentrum Beiruts aufgerufen. Das Motto lautet „Gerechtigkeit für die Opfer, Rache an der Regierung“. Aktivisten werfen der politischen Führung des Libanons Fahrlässigkeit vor und machen sie für die Explosion verantwortlich.

    In Beirut wird am Samstag auch EU-Ratspräsident Charles Michel erwartet. Dort will er mit Präsident Michel Aoun, Regierungschef Hassan Diab und Parlamentspräsident Nabih Berri zusammentreffen.

    Bei der Explosion waren mehr als 150 Menschen getötet und rund 5000 verletzt worden. Große Teile des Beiruter Hafens sind vollständig zerstört und auch die umliegenden Wohngebiete stark beschädigt. Bis zu 250.000 Menschen wurden obdachlos. Die Explosion soll durch eine große Menge der hochexplosiven Chemikalie Ammoniumnitrat ausgelöst worden sein. Die Substanz war nach Regierungsangaben über Jahre ohne Sicherheitsvorkehrungen im Hafen gelagert worden.

    ls/mt/dpa

     

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    Beirut, Libanon