08:05 30 September 2020
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    Nach dem Schiffsunglück vor zwei Wochen versuchen Behörden und Helfer auf Mauritius im Indischen Ozean, die Katastrophe zu bewältigen. Sie sind dabei, das ausgelaufene Öl zu entfernen und den restlichen Teil im Frachter abzupumpen. Das Schlimmste wird jedoch befürchtet. Wegen des Umwelt-Notstandes bekommt der Inselstaat Hilfe aus dem Ausland.

    Bislang sei ein Tank des auf Grund gelaufenen Frachters gerissen, sagte am Samstag Vikash Tatayah von der Mauritian Wildlife Foundation (MWF), der bei der Bewältigung der Krise mithilft. Es könne aber zu weiteren Rissen und größeren Ölaustritten kommen.

    „Ich befürchte, dass es schlimmer wird“, so Tatayah.

    Die Aktivitäten vor Ort würden nur langsam vorangehen. Tatayah zufolge ist die Aufgabe enorm.

    „Tote Fische und vom Öl bedeckte Krabben“

    Umweltschützer sind sehr besorgt über die Auswirkungen des Desasters. Der Frachter liegt auf einem Riff inmitten einer Lagune auf der Südostseite von Mauritius. Eine kleine, nahe gelegene Insel - ein Naturschutzgebiet - sei direkt von dem Öl-Austritt betroffen, erklärte Tatayah. „Ich habe tote Fische gesehen und Krabben, die von dem Öl bedeckt sind.“ Die Lagune sei in den vergangenen Jahren mit viel Arbeit wiederhergestellt worden. Die Katastrophe mache „20 Jahre der Restauration zunichte“.

    Tatayah zufolge hätte das Schiff nie so nah an das Festland herankommen dürfen. Demnach ist es in den vergangenen fünf Jahren bereits zu vier Schiffsunglücken gekommen, zwei davon in der Nähe des jetzigen. Tatayah forderte, dass die Versicherer des Frachters „Wakashio“ für alle Schäden aufkommen.

    Beseitigung der Havariefolgen in Norilsk
    © Sputnik / Pressedienst des Gouverneurs der Region Krasnojarsk

    Frankreich verspricht Hilfe

    Nachdem der Regierungschef Pravind Jugnauth einen Umwelt-Notstand ausgerufen und um Hilfe aus dem Ausland gebeten hatte, sicherte unter anderem Frankreich Unterstützung zu. Man werde ein Flugzeug und ein Marineschiff mit Experten und Material aus La Réunion schicken, teilte der Präfekt der Insel mit. La Réunion gehört zu Frankreich und liegt etwa 230 Kilometer südwestlich von Mauritius.

    Bergung erfolglos

    Die „Wakashio“ war ohne Fracht auf dem Weg nach Brasilien und ging vor zwei Wochen vor Mauritius auf Grund. Die Ursache ist bislang unklar. Es wurden Ermittlungen in die Wege geleitet, um diese zu finden.

    Zunächst sei versucht worden, das 300 Meter lange Schiff wieder flott zu bekommen, doch wegen der schlechten Wetterbedingungen habe man wenige Fortschritte machen können, erklärte Nagashiki Shipping, der Besitzer des Frachters. Am Donnerstag begann dann Öl auszutreten. „Wir entschuldigen uns zutiefst bei den Menschen in Mauritius und bei den Betroffenen dafür, dass wir ihnen so viele Probleme bereitet haben“, teilte das japanische Unternehmen mit.

    Der Inselstaat Mauritius mit rund 1,3 Millionen Einwohnern liegt vor der Küste Madagaskars im Indischen Ozean. Er ist bei Touristen wegen seiner Strände, Korallenriffe und reichhaltigen Tierwelt sehr beliebt.

    pd/mt/dpa

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    Tags:
    Unglück, Grund, Frachter, Helfer, Katastrophe, Öl, Mauritius