22:13 19 September 2020
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    Sieben Monate nach dem versehentlichen Abschuss eines ukrainischen Passagierflugzeuges durch iranische Streitkräfte hat der Chef der iranischen Versicherungsorganisation, Gholam-Resa Soleimani, eine Schadenersatzzahlung abgelehnt.

    „Diese Maschine ist von ukrainischen und europäischen Firmen versichert und daher müssen die auch die Schadenersatzzahlung übernehmen“, sagte Soleimani am Montag.

    Iranische Versicherungsfirmen hätten mit der Sache nichts zu tun, sagte Soleimani laut der staatlichen Nachrichtenagentur IRNA.

    Iran erklärte sich noch im Juli zu Entschädigungszahlung bereit

    Ende Juli hatte sich Teheran grundsätzlich zu einer Schadenersatzzahlung an die Ukraine bereiterklärt. Es räumte jedoch ein, dass die Umsetzung dieser Frage Zeit in Anspruch nehmen werde und  unterschiedliche Aspekte aus technischer und rechtlicher Sicht haben würde.

    Versehentlicher Abschuss von Boeing durch Teheran

    Die ukrainische Boeing 737-800 mit 176 Menschen an Bord war am 8. Januar irrtümlich von iranischen Streitkräften kurz nach dem Start in Teheran abgeschossen worden. Niemand überlebte. Neben Iranern waren Bürger aus sechs weiteren Staaten an Bord: aus Afghanistan, Großbritannien, Deutschland, Kanada, der Ukraine und Schweden.

    Der Iran hatte zunächst den Abschuss bestritten, aber nach drei Tagen eingestanden, die ukrainische Maschine irrtümlich zum Absturz gebracht zu haben. Das iranische Militär, das mitten in einer militärischen Konfrontation mit den USA in voller Alarmbereitschaft gewesen sei, habe das Passagierflugzeug für einen Marschflugkörper gehalten, hieß es aus Teheran.

    Am 18. Juli hat der Iran die Flugschreiber der im Januar von iranischen Streitkräften versehentlich abgeschossenen ukrainischen Passagiermaschine zur Entschlüsselung nach Frankreich geschickt. Am 20. Juli hat die französische Luftsicherheitsbehörde BEA mit der Auswertung begonnen.


    ns/dpa/sna/gs

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    Tags:
    französische Luftsicherheitsbehörde BEA, Frankreich, Ablehnung, Schadenersatz, IRNA, Ukraine, Iran