14:48 19 September 2020
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    Präsidentenwahl in Weißrussland (108)
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    Sputnik kann seinen Fotokorrespondenten Ilja Pitalew, der sich zur Zeit in der weißrussischen Hauptstadt Minsk befindet, seit fünf Stunden nicht mehr kontaktieren. In Minsk protestieren den zweiten Tag in Folge Menschen, die mit der Wiederwahl des Präsidenten Alexander Lukaschenko, der das Land seit 26 Jahren regiert, unzufrieden sind.

    Die Polizei geht gegen die Protestierenden mit Gummigeschossen, Tränengas, Wasserwerfern und Blendgranaten vor.

    „Der letzte Kontakt zu ihm war gegen 17:40 Uhr, er war auf dem Weg zur Stele in Minsk“, heißt es in einem Kommentar der Sputnik-Fotoredaktion. 

    Sputnik hat bereits die Informationen über Pitalew an die russische Botschaft in Minsk gerichtet.

    Proteste nach Präsidentenwahl in Weißrussland

    Die Präsidentschaftswahl in Weißrussland hatte am 9. August stattgefunden.

    Am Sonntagabend war es nach Angaben des Innenministeriums in 33 weißrussischen Orten und mehreren Städten Weißrusslands zu Kundgebungen gekommen. Die Polizei in der Hauptstadt Minsk setzte Tränengas, Wasserwerfer und Lärmgranaten gegen die Protestierenden ein und zwang die Demonstrierenden gegen Mitternacht dazu, das Stadtzentrum zu verlassen.

    Während der Zusammenstöße bei den nicht genehmigten Protestaktionen wurden demnach 39 Ordnungskräfte und mehr als 50 Zivilisten verletzt.

    Insgesamt seien landesweit wegen der Teilnahme an nicht genehmigten Protestaktionen rund 3000 Menschen festgenommen worden, 1000 davon in der Hauptstadt Minsk. Strafverfahren wegen Massenunruhen und Gewaltanwendung gegen Vollzugsbeamte wurden eingeleitet. Den Verdächtigen drohen acht bis 15 Jahre Gefängnis.

    Der amtierende Staatspräsident Lukaschenko behauptete, die Protestdemos würden vom Ausland aus kontrolliert.

    ta

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    Tags:
    Alexander Lukaschenko, Präsidentschaftswahl, Weißrussland, Minsk