15:11 25 September 2020
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    Trump alarmiert wegen Schüssen vor Amtssitz, Weltweit 20 Millionen Corona-Infektionen, Afroamerikaner fordern vom demokratischen US-Präsidentschaftskandidaten Biden schwarze Vize-Präsidentin, US-Außenminister Pompeo besucht Mitteleuropa, Freilassung von 400 besonders gefährlichen Taliban-Kämpfern vor innerafghanischen Friedensverhandlungen

    Sputnik präsentiert Ihnen in Kürze, was in der Nacht zum Dienstag geschehen ist.

    Schüsse vor Weißem Haus: Trump verlässt Pressekonferenz

    Wegen Schüssen vor dem Weißen Haus hat US-Präsident Donald Trump eine Pressekonferenz in seinem Amtssitz für wenige Minuten verlassen. Trump war aus dem Raum geführt worden, nachdem ein Mitarbeiter an ihn herangetreten war und laut dem TV-Sender CNN gesagt hatte: „Sie müssen rausgehen“. Nach Angaben des Präsidenten hätten Sicherheitskräfte anscheinend auf eine Person nahe des Zauns vor dem Gebäude geschossen. Der Vorfall sei „sehr nah“ gewesen, so Trump. Die Person sei in ein Krankenhaus gebracht worden - ihr Zustand sei zunächst nicht bekannt, die genauen Hintergründe blieben unklar.

    US-Außenminister Pompeo beginnt Mitteleuropa-Reise in Tschechien

    Eine verstärkte US-Militärpräsenz in Polen, die neuen 5G-Handynetze und eine stärkere Energieunabhängigkeit von Russland: Das sind die Themen einer am Dienstag in Tschechien startenden mehrtägigen Reise von US-Außenminister Mike Pompeo durch Mitteleuropa. Weitere Stationen sind Slowenien, Österreich und Polen. Deutschland steht nicht auf dem Programm. Im Verhältnis zwischen Berlin und Washington gibt es aktuell bei verschiedenen Themenfeldern Spannungen. US-Präsident Donald Trump hatte erst kürzlich einen teilweisen Abzug der amerikanischen Truppen aus der Bundesrepublik angekündigt und damit innerhalb der Nato viele Fragen aufgeworfen. Die Bundesregierung verbittet sich die extraterritorale Einmischung der USA im Zusammenhang mit dem Bau der Ostseepipeline Nord Stream 2 zwischen dem russischen Wyborg und dem ostdeutschen Lubmin.

    US-Forscher: Mehr als 20 Millionen Corona-Infektionen weltweit

    Die Zahl der weltweit bekannten Corona-Infektionen ist innerhalb von weniger als drei Wochen von 15 Millionen auf über 20 Millionen gestiegen. Das ging am Montag aus Daten der Johns Hopkins Universität in Baltimore hervor.

    Etwa die Hälfte der Infektionen entfielen demnach auf nur drei Länder: die USA mit mehr als fünf Millionen Infektionen, Brasilien mit über drei Millionen und gut zwei Millionen in Indien. Die Zahl stand Ende Juni noch bei zehn Millionen und hat sich damit innerhalb von rund sechs Wochen verdoppelt. Weltweit sind laut der Universität bislang mehr als 730.000 Menschen nach einer Infektion mit dem Coronavirus gestorben. In den USA gibt es mit 163.000 Opfern die meisten Todesfälle, gefolgt von Brasilien mit über 100.000 Toten. Laut der Weltgesundheitsorganisation WHO  gab es bis Montag 19,7 Millionen bestätigte Infektionen und 728.000 Todesfälle.

    Afroamerikaner fordern von Biden schwarze Vize-Präsidentin

    In einem Offenen Brief fordern mehr als 100 prominente afroamerikanische Männer, der demokratische US-Präsidentschaftskandidat Joe Biden möge vor Bekanntgabe seiner Nominierung eine schwarze Frau als Stellvertreterin benennen. „Wenn Sie 2020 keine schwarze Frau auswählen, verlieren Sie die Wahl. Wir wollen nicht zwischen dem kleineren von zwei Übeln wählen und wir wollen nicht zwischen dem Teufel, den wir kennen und Teufel, den wir nicht kennen, stimmen, weil wir es satt haben, für Teufel zu stimmen – Punkt“, heißt es in dem Schreiben. Zu den Unterzeichnern gehören Rapper und Schauspieler Sean „Diddy“ Combs sowie Ben Crump, der Anwalt der Familie des Afroamerikaners George Floyd. Biden hatte bereits Mitte März angekündigt, im Fall eines Wahlsiegs am 3 November eine Frau zur Vizepräsidentin zu machen. Infolge der landesweiten Proteste gegen Rassismus und Polizeigewalt war der Druck auf Biden gewachsen, eine nicht-weiße Frau aus der Liste der potenziellen Kandidatinnen zu wählen. Favoritinnen sind etwa US-Senatorin Kamala Harris sowie die damalige Nationale Sicherheitsberaterin von Barack Obama, Susan Rice, beide schwarz. 

    Afghanistans Präsident unterschreibt umstrittene Taliban-Freilassung

    Afghanistans Präsident Aschraf Ghani hat eine umstrittene Anordnung zur Freilassung von 400 als besonders gefährlich eingestuften Talibankämpfern unterzeichnet, hieß es am Montagabend aus dem Präsidentenpalast in Kabul. Ghani folgte damit einer Empfehlung der großen Ratsversammlung, der sogenannten Loja Dschirga.

    In der Vergangenheit hatte er immer wieder betont, die Taliban wegen der von ihnen begangenen Verbrechen nicht begnadigen zu können. Deren Freilassung gilt allerdings als wichtigste Forderung der militanten Gruppe vor Beginn von Friedensverhandlungen. Die Taliban bezeichneten den Schritt als „gute Entscheidung“. Auch der US-Sondergesandte für Aussöhnung in Afghanistan begrüßte den Schritt. Die USA hatten mit den Taliban am 29. Februar in Doha (Katar) ein Abkommen unterzeichnet, das einen Abzug der internationalen Truppen vorsieht. Im Gegenzug versicherten die Taliban, ihre Beziehungen mit anderen Terrororganisationen zu beenden. Gleichzeitig soll es den Weg für innerafghanische Friedensgespräche bereiten; dafür war ein Gefangenenaustausch als vertrauensbildende Maßnahme vereinbart worden. Bis zu 5000 inhaftierte Taliban sollten im Tausch gegen 1000 von den Rebellen festgehaltene Gefangene der Regierung freikommen.

    ba/dpa/ae

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    Tags:
    Afghanistan, Taliban, Coronavirus, Donald Trump, Weißes Haus, Nord Stream 2, Mike Pompeo