08:13 30 September 2020
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    Mindestens 120 Tonnen Öl sind nach Angaben der Staatsanwaltschaft bei einer Pipeline-Panne im äußersten Osten Russlands ausgetreten und haben mehrere Wasserläufe verseucht. Zu dem Unglück in der Region Chabarowsk kam es bereits im Juli, das Ausmaß wurde allerdings erst jetzt bekannt.

    Das Leck in der Pipeline zwischen Ocha und Komsomolsk-am-Amur war Anfang Juli entdeckt worden. Nach ersten Erkenntnissen des Katastrophenschutzes waren neun Tonnen Öl ausgetreten. Verseucht wurden drei Bäche sowie der See Goloje unweit der Ortschaft Werchnetambowskoje.

    Beseitigung der Havariefolgen in Norilsk
    © Sputnik / Pressedienst des Gouverneurs der Region Krasnojarsk

    Am heutigen Dienstag teilte die für die Umwelt zuständige Staatsanwaltschaft Amur mit, dass mehr als 120 Tonnen Öl aus der undichten Leitung ausgetreten seien. Mehr als 1700 Quadratmeter Böden und 70.000 Quadratmeter Wasserfläche des Sees Goloje seien verseucht worden.

    Die 1974 gebaute Pipeline gehört dem Unternehmen RN-Sakhalinmorneftegaz, einer Tochter der staatlichen Ölfirma Rosneft.

    Nach Angaben der Staatsanwaltschaft hatte RN-Sakhalinmorneftegaz die Pipeline „systematisch“ unsachgerecht betrieben. Rosneft hatte nach dem Unfall eingeräumt, dass die Pipeline marode sei, und den Bau einer neuen Leitung angekündigt. Wie die Staatsanwaltschaft Amur nun mitteilte, wurde der Betrieb der Pipeline gestoppt.

    Ende Mai waren in der nordsibirischen Stadt Norilsk rund 21.000 Tonnen Diesel bei einem Leck in einem Heizkraftwerk ausgetreten und hatten die Umwelt stark belastet. Die Behörden mussten den Notstand ausrufen.

    Der Bergbaukonzern Nornickel (Norilsk Nickel), dem das betroffene Wärmekraftwerk gehört, erklärte, der Dieseltank sei durch ein abruptes Absacken des Fundaments beschädigt worden. Ursache sei das Auftauen der Permafrostböden.

    leo/ae

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    Tags:
    Rosneft, Umweltbelastung, Pipeline, Leck, Öl, Russland