16:12 21 September 2020
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    In Moskau hat am Mittwoch das Briefing zur Registrierung eines Vakzins gegen das Coronavirus stattgefunden, in dessen Rahmen unter anderem der russische Gesundheitsminister Michail Muraschko Journalistenfragen beantwortete. Dabei wurden die Produktionsfristen des russischen Impfstoffs genannt.

    Russlands Gesundheitsminister teilte am Mittwoch mit, dass die ersten Packungen von Heilmittelpräparaten des Coronavirus-Impfstoffes in „den nächsten zwei Wochen“ produziert würden.

    Freiwillige Vakzinierung

    Laut den Worten des Gesundheitsministers wird es eine Vakzinierung für alle sein, auch für Ärzte, freiwillig. Jene, die geimpft würden, können demnach ihren Gesundheitszustand in einer speziellen App registrieren, die derzeit entwickelt wird.  

    Auf Innenmarkt orientiert

    Die Produktion des russischen Impfstoffes ziele vor allem auf den Innenmarkt ab. Dabei sagte Muraschko: „Wir bieten die Produktion des Vakzins auf ausländischen Plattformen an, heute laufen solche Verhandlungen: Der Russische Fonds direkter Investitionen hat sich der Arbeit am Export von Technologien und Arzneimitteln angeschlossen.“

    Kritische Aussagen über russischen Impfstoff

    Der Gesundheitsminister wies die kritischen Aussagen über den russischen Covid-19-Impfstoff als unbegründet zurück.

    „Ausländische Kollegen, die offenbar eine bestimmte Konkurrenz, also Konkurrenzvorteile des russischen Präparats spüren, versuchen irgendwelche Meinungen zu äußern, die aus unserer Sicht absolut unbegründet sind. (…) Aber ich sage nochmals: Der russische Impfstoff ist ein Produkt, das auf bestimmtem medizinischen Wissen und bestimmten Daten beruht.“

    Muraschko verwies darauf, dass viele Länder auf gewisse forcierte Fahrweisen für die Forschung zurückgegriffen hätten. Aber die Plattform, auf der der russische Impfstoff entwickelt wurde, sei gut studiert und sicher. Zuvor wurde sie demnach auch für die Synthese und Herstellung anderer Präparate genutzt.

    „Wenn wir zum Beispiel vom RNA-Impfstoff sprechen, der in anderen Ländern produziert wurde, gab es dann Publikationen – diese können Sie finden, wonach ein Teil der Impfstoffe ohne präklinische Forschungen erschienen ist und sofort bei Menschen eingesetzt worden ist, was in unserem Fall ausdrücklich nicht der Fall ist.“

    Erster Corona-Impfstoff in Russland

    Am Dienstag hatte der russische Präsident, Wladimir Putin, mitgeteilt, dass Russland als erstes Land einen Impfstoff gegen das Coronavirus zugelassen habe. Dieser wurde von dem Gamaleja-Institut für Epidemiologie und Mikrobiologie und dem Russischen Fonds direkter Investitionen entwickelt.

    Präklinische Forschungen zum Covid-19-Impfstoff wurden am Gamaleja-Institut und 48. Forschungsinstitut des Verteidigungsministeriums, die klinischen im Setschenow-Institut und einer Filiale des Burdenko-Militärhospitals durchgeführt.

    Spezialisten betonten mehrmals, dass alle Freiwilligen im Alter von 18 bis 60 Jahren bei Tests hohe Antikörpertiter bekommen hätten. Niemand hatte mit schweren Komplikationen zu kämpfen. Die dritte Testphase des Präparats beginnt am 12. August.

    ak/ae

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    Coronavirus, Produktion, Impfstoff, Michail Muraschko, Vakzine, Russland