08:58 30 September 2020
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    1449 neue Corona-Fälle in Deutschland; Scholz-Kandidatur kein Anlass für CDU, die Kanzlerfrage früher zu klären; Inhaftierte Taliban in Afghanistan freigelassen; Regierungschef von Caracas an Covid-19 gestorben; Tübinger Impfstoff-Entwickler Curevac geht an die Börse

    Sputnik präsentiert Ihnen in Kürze, was in der Nacht zum Freitag geschehen ist.

    Corona-Neuinfektionen steigen erneut leicht an

    Nach Angaben des Robert-Koch-Instituts ist die Zahl der gemeldeten Corona-Neuinfektionen in Deutschland erneut leicht gestiegen. Bis Donnerstagabend meldeten die Gesundheitsämter 1449 neue Infektionen innerhalb eines Tages. Das ist der höchste Wert seit dem 1. Mai, als der Wert bei 1639 Fällen lag. Insgesamt haben sich seit Beginn der Corona-Krise mindestens 221.413 Menschen in Deutschland mit dem Virus angesteckt. Die Zahl der Todesfälle liegt laut RKI bei nunmehr 9225  Menschen, seit dem Vortag wurden 14 neue Todesfälle gemeldet.

    CDU lässt sich in der Kanzlerfrage nicht unter Zeitdruck setzen

    Friedrich Merz, Kandidat für den CDU-Vorsitz, sieht in der Bekanntgabe der Kanzlerkandidatur von Olaf Scholz (SPD) keinen Grund, etwas am Zeitplan der CDU zu ändern. Diese werde zunächst im Dezember über den Parteivorsitz abstimmen und anschließend gemeinsam einen Kanzlerkandidaten nominieren, sagte Merz der „Passauer Neuen Presse“. Bezüglich einer möglichen rot-rot-grünen Bundesregierung sagte Merz, man habe nun eine klare Frontenstellung und wisse, in welche Richtung sich die Sozialdemokraten unter Scholz bewegten.

    80 inhaftierte Talibankämpfer freigelassen

    Afghanistan hat damit begonnen, inhaftierte Talibankämpfer freizulassen. Laut dem Nationalen Sicherheitsrat sind am Donnerstag 80 Taliban aus der Haft entlassen worden. Die entsprechende Anordnung hatte Afghanistans Präsident Aschraf Ghani am Montag unterzeichnet. Die Freilassung von 400 als besonders gefährlich eingestuften Talibankämpfern, darunter 156 zum Tode verurteilten, galt als die wichtigste Forderung der Taliban vor Beginn der Friedensverhandlungen.

    Regierungschef von Caracas an Coronavirus gestorben

    Laut Medienberichten ist Dario Vivas, der Regierungschef von Venezuelas Hauptstadtbezirk Caracas, im Alter von 70 Jahren an den Folgen der Lungenkrankheit Covid-19 gestorben. Auf Twitter teilte Generalstaatsanwalt Tarek William Saab mit: „Mit tiefem Bedauern haben wir die traurige Nachricht vom Tod unseres guten Freundes Dario Vivas bekommen.“ Im Juli war Vivas einer der ersten aus einer Reihe venezolanischer Beamter, Politiker und Militärs gewesen, der öffentlich machte, dass er sich mit dem Coronavirus infiziert habe.

    Börsengang des Tübinger Biotechunternehmens Curevac erwartet

    Am Freitag soll das Tübinger Biotechunternehmen Curevac in New York an der Börse starten, um Geld für die Entwicklung eines Corona-Impfstoffs zu generieren. Aus dem Erlös sind dafür rund 150 Millionen Dollar veranschlagt, mit weiteren 50 Millionen Dollar soll die kurzfristige Produktionskapazität ausgebaut werden. Der Börsengang von Curevac an der Technologiebörse Nasdaq soll rund 245 Millionen Dollar einbringen. Hauptinvestor ist SAP-Mitbegründer Dietmar Hopp. Hopp will zusätzlich Aktien für 100 Millionen Dollar kaufen. In einer kürzlich abgeschlossenen Finanzierungsrunde hatte Curevac bereits rund 560 Millionen Euro von Investoren eingesammelt. Darunter war auch der Bund, der im Juni den Einstieg der KfW für 300 Millionen Euro mitgeteilt hatte.

    ip/dpa

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