15:56 21 September 2020
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    Der vor Mauritius auf Grund gelaufene japanische Frachter „Wakashio“ ist am Samstag nach Angaben des Portals „lemauricien“ auseinandergebrochen.

    Zum Bruch beim 300 Meter langen Schiff sei es gegen 15.40 Ortszeit (13.40 MESZ) gekommen, so das Portal unter Verweis auf Alain Donat vom Schifffahrts-Ministerium des Landes.

    „Der vordere Teil (der ‚Wakashio‘ – Anm. d. Red.) werde nun sehr langsam abgeschleppt“, zitiert die Internetseite den Offiziellen.

    Danach werde der abgeschleppte Teil des Frachters versenkt – in einer Entfernung von „mindestens 1000 Kilometern“ von der Küste des Landes. Der andere Teil werde zunächst auf den Klippen gelassen.

    Der unabhängige Umweltberater Sunil Korwarkasing bestätigte der DPA unter Berufung auf Drohnenbilder, dass das Schiff in zwei Teile zerbrochen sei.

    Ölkatastrophe mit dauerhaften Folgen

    Die „Wakashio“ war ohne Fracht auf dem Weg nach Brasilien und ging Ende Juli vor Mauritius auf Grund. Die Ursache ist bislang unklar. Es wurden Ermittlungen in die Wege geleitet, um diese zu finden.

    Tagelang wurde der Frachter von den Wellen des tosenden Meeres gepeitscht – bis einer seiner Tanks riss. Mehr als 1000 Tonnen Treibstoff flossen in die Lagune vor Pointe d'Esny.

    Während Einsatzkräfte und Tausende freiwillige Helfer in einem Wettlauf gegen die Zeit versuchen, das Öl zu entfernen, nennt die Regierung es schon jetzt das schlimmste ökologische Desaster, das Mauritius je erlebt hat. Es werde „Jahrzehnte“ dauern, bis die Region sich erhole.

    Am Donnerstag hatte der Eigner, Nagashiki Shipping, gemeldet, dass fast die gesamten verbliebenen 3000 Tonnen Öl von Bord des Schiffes gebracht worden seien. Allerdings war am Samstag unklar, wie viel Öl noch in den Tanks ist.

    mo/mt/dpa

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