21:31 19 September 2020
SNA Radio
    Panorama
    Zum Kurzlink
    5614
    Abonnieren

    Ein ehemaliger FBI-Anwalt will sich schuldig bekennen. Dies bezieht sich auf die Ermittlungen zur Überwachung von denjenigen, die sich im Umfeld von Donald Trump während der Präsidentenwahl 2016 befanden.

    Gerichtsunterlagen zufolge falsifizierte er im Jahr 2017 eine E-Mail, damit die Verlängerung der Überwachungsmaßnahmen gegen den Berater im Wahlkampf, Carter Page, nicht gefährdet werden könnte.

    Präsident Trump nutzte die Gelegenheit, seinen Vorwurf zu bekräftigen, sein Wahlkampfteam sei von seinem Vorgänger – Barack Obama ausgespäht worden. Dies abgesehen davon, dass es für den Verlauf der Ermittlungen ein nicht relevanter Vorfall von über einem halben Jahr nach der November-Wahl von 2016 war.

    „Schreckliche Sache, schreckliche Sache“, äußerte sich der Präsident über die Nachricht in einer Pressekonferenz im Weißen Haus am Freitag.

    „Fakt ist, sie haben meine Wahlkampagne ausspioniert und sind dabei erwischt worden“, so Trump.

    Das ist gerade der von Trump häufig wiederholte Vorwurf, der der zentrale Punkt einer Ermittlung ist, die voriges Jahr von US-Justizminister William Barr eingeleitet wurde.

    Das FBI - die US-Bundespolizei - und auch andere Ermittlungsbehörden hatten damals – im Jahr 2016 – viele Vertraute Trumps angesichts ihrer Verbindungen zu Russland in den Fokus genommen.

    Dem Gerichtsdokument zufolge, das am Freitag veröffentlicht wurde, wurde der FBI-Agent mit dem Thema konfrontiert, ob Page jemals als Quelle für die US-Behörden gearbeitet hätte. Dies bezieht sich auf den Antrag zur vierten Verlängerung der seit Oktober 2016 aktuellen Überwachungsmaßnahmen.

    Er soll dies verneint haben, obwohl ihm eine E-Mail des CIA vorlag, in welcher Page als „operativer Kontakt“ eingestuft wurde. Diese E-Mail wurde von dem FBI-Mitarbeiter weitergeleitet. Doch laut Gerichtsdokumenten fügte jener zuvor die Worte „und keine Quelle“ in den Text hinzu.

    ek/mt/dpa

    GemeinschaftsstandardsDiskussion
    via Sputnik kommentierenvia Facebook kommentieren

    Zum Thema:

    „Russland wird Atomwaffen nur anwenden, falls ...“ – Politikmagazin über aktuelle Nuklear-Strategien
    „Machen uns sehr angreifbar“: CSU-Urgestein und Rechtsanwalt Gauweiler zum Fall Nawalny – Exklusiv
    Fall Nawalny: Deutsche Eliten und „Ausdruck eines Niedergangs“ – Experte Fischer knallhart
    Tags:
    Ermittlungen, Agent, FBI, Barack Obama, Donald Trump