06:10 21 September 2020
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    Biden als Präsidentschaftskandidat nominiert; BDI übt scharfe Kritik an Corona-Test-Strategie der Bundesregierung; Sammelabschiebung aus München; Kapitän des vor Mauritius havarierten Frachters festgenommen; Bis zu zwölf Regionalflughäfen droht das Aus; Umweltverbände fordern Nachbesserung am Klimaschutzprogramm 2030

    Sputnik präsentiert Ihnen in Kürze, was in der Nacht zum Mittwoch geschehen ist.

    Biden als Präsidentschaftskandidat nominiert

    Die US-Demokraten haben Joe Biden als ihren Kandidaten im Rennen um das Weiße Haus nominiert. Der ehemalige US-Vizepräsident erhielt bei dem weitgehend virtuell veranstalteten Parteitag wie erwartet die dafür notwendige Zahl an Delegiertenstimmen. Er tritt damit bei der Wahl am 3. November gegen US-Präsident Donald Trump an. Der 77-Jährige Biden wird sich zum Abschluss des Parteitags am Donnerstag in Wilmington im US-Bundesstaat Delaware äußern und seine Nominierung formell annehmen.

    BDI übt scharfe Kritik an Corona-Test-Strategie der Bundesregierung

    Der Bundesverband der Deutschen Industrie hat scharfe Kritik an der Corona-Test-Strategie von Bundes- und Landesregierungen geäußert und ein Nachsteuern gefordert. Damit in den kommenden Monaten wirtschaftliche Aktivität möglich bleibe, müsse insgesamt viel großflächiger und einheitlicher getestet werden. Die Bundesregierung hinke ihrem eigenen Anspruch, die Testkapazitäten auf 4,5 Millionen pro Woche zu steigern, momentan meilenweit hinterher. Das sagte Iris Plöger, Mitglied der BDI-Hauptgeschäftsführung, dem Redaktionsnetzwerk Deutschland. Zuletzt sei nicht einmal ein Drittel der angestrebten Testkapazität erreicht worden. Dieser Mangel gefährde die wirtschaftliche Gesundung.

    Sammelabschiebung aus München

    Inmitten der Coronakrise ist ein weiterer Abschiebeflug aus Deutschland in Pakistan gelandet. An Bord der Maschine befanden sich 33 Pakistaner, wie die Bundeskriminalpolizei in Pakistan der Deutschen Presse-Agentur sagte. Am frühen Morgen traf der Flug aus München in Pakistans Hauptstadt Islamabad ein. Die Bundespolizei am Flughafen München bestätigt die Sammelabschiebung. Laut pakistanischen Behörden wurden 24 Männer aus Deutschland abgeschoben, sieben aus Österreich und zwei aus Polen. Vor einem Monat fand erstmals seit Beginn der Corona-Pandemie in Deutschland wieder eine größere Sammelabschiebung statt. Die damalige Sammelabschiebung über Athen ging ebenfalls in das südasiatische Land.

    Kapitän des vor Mauritius havarierten Frachters festgenommen

    Nach der Ölkatastrophe vor dem Urlaubsparadies Mauritius ist der Kapitän des havarierten Frachters „Wakashio“ festgenommen worden. Der Kapitän sowie der Nautische Offizier seien festgenommen worden und vorläufig wegen Gefährdung der sicheren Schiffsführung unter Anklage gestellt, sagte ein Polizeisprecher. Beide befinden sich demnach in Untersuchungshaft, die Ermittlungen gehen weiter. Vor mehr als drei Wochen war der japanische Frachter auf einem Korallenriff vor der Südostküste der Insel auf Grund gelaufen.

    Bis zu zwölf Regionalflughäfen droht das Aus

    Infolge der Corona-Krise könnten in Deutschland mehrere subventionierte Regionalflughäfen laut Medienberichten vor der Pleite stehen. Auf kurze Sicht sei die Existenz von sieben der untersuchten 14 Regionalflughäfen bedroht, warnt eine Studie, die das Forum Ökologisch-Soziale Marktwirtschaft für die Umweltorganisation BUND erstellt hat und der „Süddeutschen Zeitung“ vorliegt. Auf mittlere Sicht drohe sogar zwölf der Flughäfen, die auf substanzielle staatliche Beihilfen angewiesen sind, das Aus. Besonders kritisch stuft die Studie die Aussichten für die Flughäfen Frankfurt-Hahn, Kassel-Calden, Niederrhein-Weeze, Paderborn/Lippstadt, Rostock-Laage, Erfurt-Weimar und Saarbrücken ein. Die Studie wird heute öffentlich vorgestellt.

    Umweltverbände fordern Nachbesserung am Klimaschutzprogramm 2030

    Viele Umweltverbände und Entwicklungsorganisationen fordern die Bundesregierung auf, ihr Klimaschutzprogramm 2030 nachzubessern. Vor der Veröffentlichung des Klimaschutzberichts 2019 an diesem Mittwoch warnten die Dachverbände Naturschutzring und Klima-Allianz davor, die Hände in den Schoß zu legen, weil Deutschland sein Klimaziel für 2020 entgegen den Erwartungen doch noch erreichen könnte. Das sei die Folge des geringeren Energieverbrauchs im Zuge des milden Winters und des Einbruchs der Wirtschaft infolge der Corona-Pandemie, mahnten sie. Eine Wirtschaftskrise mache keinen Strukturwandel, sagte der Präsident des Naturschutzrings, Kai Niebert. Man wisse bereits heute, dass das Klimaschutzprogramm 2030 weder für die derzeitigen Klimaschutzziele noch für ein höheres EU-Klimaziel ausreiche

    mk/dpa/ae

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