17:00 18 September 2020
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    Russische und syrische Soldaten haben in der Siedlung Tachmas im Norden der Provinz Hama die Fläche von Minen geräumt und die dortigen Unterschlüpfe der Terrorkämpfer zerstört. Nun können die Zivilisten zurückkehren, wie aus einer Mitteilung des russischen Zentrums für Versöhnung der Konfliktparteien in Syrien hervorgeht.

    Demnach wurden Höhlen und Verstecke vernichtet, in denen sich illegale militante Gruppen versteckt hatten. Außerdem hätten russische Soldaten den Ortsbewohnern, die erst kürzlich in ihre Häuser zurückgekehrt seien und Hilfe benötigen würden, Nahrungsmittel gebracht, teilte der Sprecher des russischen Versöhnungszentrums, Alexander Roschkin, gegenüber Journalisten mit.

    Die Mehrheit der Bevölkerung im Dorf Tachmas sind Beduinen, die Landwirtschaft betrieben und ein System zur Bewässerung der Felder errichtet haben. Während des Krieges war das Dorf von Kämpfern besetzt, die das Bewässerungssystem zerstörten. Die Ortsbewohner waren daher zum Verlassen ihrer Häuser gezwungen.

    „Als die Kämpfer das Gebiet eroberten, gingen viele (Einwohner – Anm. d. Red.) weg. Alle Flüchtlinge haben den Wunsch, nach Hause zurückkehren“, sagte Talal Abdul Madri, Scheich des Beduinenstammes, der im Gebiet von Tachmas lebt.

    „Wir mussten alles von Grund auf neu aufbauen“

    Gleich nach ihrer Rückkehr beginnen die Ortsbewohner mit dem Wiederaufbau ihrer Häuser.

    „Als wir zurückkehrten, war es sehr schwierig, weil wir nichts hatten. Unser Haus war zerstört“, sagte Mustafa Tamas, der vor kurzem mit seiner Familie in das Dorf zurückgekehrt ist. „Jetzt haben wir unser Haus wiederaufgebaut und einige Reparaturen vorgenommen. Nun haben wir wenigstens ein Dach über dem Kopf. Alle Häuser im Dorf wurden zerstört. Wir hatten nichts, also mussten wir alles von Grund auf neu aufbauen“.

    Eine nicht geringe Rolle bei der Befreiung des Dorfes spielte auch die Volksmiliz, die die Kämpfer aus dem Dorf vertrieb.

    Regierungskräfte bleiben in Umgebung

    Vorerst bleiben die Regierungskräfte im Gebiet von Tachmas. Denn in der Wüste gibt es nach wie vor Kämpfer, die Angriffe auf die lokale Bevölkerung planen.

    „Wir führen Aufklärungsaktivitäten in der Wüste, im Osten der Provinz Hama, durch. Wir suchen nach Minenfeldern, Höhlen und Unterschlüpfen der Terrorkämpfer“, sagte Mahmud Ahammad, Kommandeur einer Volksmilizen-Brigade, gegenüber Reportern. „Nicht weit von hier gibt es eine Siedlung, in der sich einst ein Stützpunkt der Terroristen befand. Wir haben ihn gestürmt und zurückerobert. Wir haben die Terrorkämpfer von dort vertrieben, sie haben dort viele Kämpfer verloren. Es war ihr letzter stationärer Stützpunkt“.

    Seit knapp fünf Jahren: Mehr als eine Million Binnenflüchtlinge zurückgekehrt

    Nach jüngsten Angaben des russischen Versöhnungszentrums sind seit dem 30. September 2015 mehr als 1,3 Millionen syrische Binnenflüchtlinge, die ihre Heimatorte wegen der Aktivitäten der Militanten verlassen mussten, heimgekehrt. Darüber hinaus kehrten etwa 590.000 Menschen, die das Land zuvor aus demselben Grund verlassen hatten, aus dem Ausland nach Syrien zurück.

    Inzwischen wurden in Syrien bereits fast 3200 Hektar Land, mehr als 3100 Gebäude und mehr als 270 Kilometer Straßen entmint. 37.900 Munitionseinheiten, selbstgebastelte Sprengsätze und andere gefährliche Gegenstände wurden dabei entdeckt und entschärft.

    In den Provinzen Aleppo, Damaskus und Hama haben die Behörden des Landes ein Programm für den Wiederaufbau der Siedlungen ins Leben gerufen, die von Terroristen zurückerobert worden waren. Das Programm sieht die Instandsetzung der Infrastruktur in Siedlungen und Städten und zielgerichtete Hilfe für die Ortsbevölkerung vor.

    asch/sna/ae

     

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    Minenräumen, Minenräumung, Entminung, Versteck, Unterschlupf, Kämpfer, Terrorkämpfer, Heimkehr, Rückkehr, Binnenflüchtlinge, russische Armee, syrische Armee, russische Soldaten, Russische Soldaten, Russland, Russland, Hama, Syrien, Syrien