06:15 21 September 2020
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    Der Ex-Vorsitzende des Rechtsausschusses im Bundestag und AfD-Politiker Stephan Brandner hat einen Polizeieinsatz in einem ICE ausgelöst, als er ohne Maske im Zug gefahren ist.

    Das bestätigten am Mittwoch Sprecher von Bahn und Bundespolizei, nachdem der Bundestagsabgeordnete selbst den Vorfall vom 12. August via Twitter bekannt gegeben und die Nachrichtenportale t-online.de und Der Westen über den Vorfall berichtet hatten.

    ​Wie ein Sprecher der Bundespolizei am Mittwoch mitteilte, wurden die Beamten von der Deutschen Bahn alarmiert, da sich zwei Fahrgäste in dem Zug von Berlin nach Binz auf Rügen geweigert hätten, Mund-Nase-Schutz zu tragen.

    Die Bundespolizisten seien bei einem Halt im vorpommerschen Pasewalk zugestiegen. Während eine Frau ein Attest habe vorweisen können, sei der Mann erst auf einer Zugtoilette aufgespürt worden. Nach mehrmaliger Aufforderung habe dieser dann die Tür geöffnet, die Maske angelegt und habe so weiterreisen können.

    Brandner beschrieb den Zwischenfall auf Twitter. Er habe im Zug gerade Gebäck geknabbert, als ihn der Schaffner aufgefordert habe, den Mund-Nase-Schutz aufzusetzen.

    Er wollte der Aufforderung des Schaffners, seine Maske zu tragen, nicht nachkommen und wohl lieber an einer Nussschnecke knabbern und es sich danach „überlegen“. Dann habe der Schaffner die Polizei gerufen. Auf Anfrage erklärte Brandner, er habe die Polizisten gefragt, auf welcher Rechtsgrundlage die Maskenpflicht durchgesetzt werden sollte. Diese hätten dann auf das Hausrecht der Bahn verwiesen. Weitere Folgen habe der Zwischenfall nicht gehabt, „sie haben nicht einmal meine Personalien aufgenommen“, sagte Brandner. Er sei mit einer Mitarbeiterin im Zug auf dem Weg nach Greifswald gewesen.

    Einen Zwangsstopp habe es nicht gegeben, sagte der Sprecher der Bundespolizei. Doch habe der Halt etwas länger gedauert als üblich. Brandner, ehemaliger Vorsitzender des Rechtsausschusses im Bundestag, sei nochmals eindringlich belehrt worden, dass das Tragen der Maske im Zug eine zwingende „Beförderungsvoraussetzung“ sei. Dann hätten die Beamten in Anklam den Zug wieder verlassen.

    Höchster Wert seit Mai: 1510 registrierte Corona-Neuinfektionen in Deutschland

    Das Robert Koch-Institut hat die höchste Zahl an Neuinfektionen in Deutschland seit mehr als drei Monaten registriert. Innerhalb eines Tages meldeten die Gesundheitsämter in Deutschland 1510 neue Corona-Infektionen. Dies geht aus Angaben des Robert Koch-Instituts (RKI) vom frühen Mittwochmorgen hervor. Höher lag die Zahl zuletzt am 1. Mai mit 1639 registrierten Neuinfektionen. Der Höhepunkt bei den täglich gemeldeten Neuansteckungen lag Anfang April bei mehr als 6000, danach waren die Werte deutlich gesunken. Seit Ende Juli steigt die Zahl wieder an.

    Sieben weitere Todesfälle wurden gemeldet, insgesamt sind damit bislang 9243 Menschen an dem Virus gestorben. Genesen sind laut Internetseite des RKI rund 203.900 Menschen, rund 900 mehr als am Vortag.

    ns/dpa/sna/gs

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    Tags:
    Schutzmaske, Stephan Brandner, Polizeieinsatz, ICE, Robert Koch-Institut (RKI), Deutschland