20:32 24 November 2020
SNA Radio
    Panorama
    Zum Kurzlink
    12662
    Abonnieren

    Der Kurznachrichtendienst Twitter zeigt bei Suchanfragen dem Medienunternehmen „Rossiya Segodnya“ zufolge weder die Konten der Nachrichtenagentur Sputnik noch die des Senders RT an.

    Demnach hat ein Nutzer, der zuvor kein Follower von Sputnik auf Twitter war, nicht mehr die Möglichkeit per Suchanfrage Sputnik zu finden.

    „Anscheinend hat Twitter aufgehört ein freies soziales Netzwerk und eine Plattform für den Pluralismus der Meinungen zu sein – und ist damit zu einer parteiischen und scharf zensierten Organisation geworden“, teilte der Pressedienst von Rossija Sewodnja mit.

    Die Nachrichtenagentur RIA Novosti, die auch zu dem Medienhaus gehört, soll inzwischen zwei Anfragen an Twitter gerichtet haben, aber bislang habe das Unternehmen zu der Situation keine Stellung genommen. Auch Suchangfragen zu dem Auslandssender RT bleiben seit Kurzem ohne Ergebnis.

    Unerwünschte Medien

    Twitter hatte Anfang August angekündigt, Konten von staatlich kontrollierten Medien und deren Chefredakteuren sowie leitenden Angestellten kennzeichnen zu wollen. Auch die Accounts hochrangiger Regierungsbeamter, welche die fünf ständigen Mitglieder des UN-Sicherheitsrates vertreten, sollten unter diese Maßnahme fallen.

    Damit nimmt das US-Unternehmen Nutzerkonten der Medien ins Visier, bei denen der Staat Kontrolle über Inhalte durch „finanzielle Mittel, direkten oder indirekten politischen Druck oder eine Kontrolle von Produktion und Verbreitung“ ausübt. Zudem sollen Inhalte dieser Konten nicht mehr von Twitter empfohlen werden.

    „Anders als unabhängige Medien nutzen mit Staaten verbundene Medien ihre Berichterstattung als Mittel, um eine politische Agenda zu fördern“, begründete Twitter den Schritt.

    Davon sollen Medien aus China, Frankreich, der Russischen Föderation, dem Vereinigten Königreich und den Vereinigten Staaten betroffen sein. Ein Twitter-Sprecher lehnte zuvor ab, der Agentur Reuters eine vollständige Liste der betroffenen Medien zur Verfügung zu stellen, erwähnte jedoch russische Medienunternehmen wie RT, Sputnik und die chinesische Nachrichtenagentur Xinhua News namentlich.

    mka/sna/gs

    GemeinschaftsstandardsDiskussion
    via Sputnik kommentierenvia Facebook kommentieren

    Zum Thema:

    Überschüssiger US-Militärschrott zu vergeben: Greift Berlin diplomatisch ein oder günstig ab?
    US-Zerstörer verletzt Russlands Grenze – Verteidigungsministerium
    Peter Altmaier und „Rühr-Mich-Nicht-An“ im Bundestag: Was deutsche Politiker belästigt
    Tags:
    Zensur, RT, Sputnik, Twitter