06:20 21 September 2020
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    Eine Umfrage zeigt, dass die Erwartungen bezüglich des russischen Corona-Imfpstoffs innerhalb der mexikanischen Bevölkerung in letzter Zeit deutlich gestiegen sind. Mit Blick auf das Vakzin aus Russland äußerten insgesamt 66 Prozent der Befragten große Zuversicht. Darüber berichtet das mexikanische Blatt „El Financiero“.

    Die Befragung erfolgte von 11. Juli bis15. August. Ingesamt 36 Prozent der Befragten gehen davon aus, dass der Impfstoff bald erhältlich sein werde. Zuvor habe die Zustimmung bei 27 Prozent gelegen. Ungeachtet dessen sollen 55 Prozent der Befragten die Meinung geäußert haben, dass die Entwicklung eines Impfstoffs noch eine Weile dauern werde. Das sind elf Prozent weniger als im Vormonat, was dem Blatt zufolge wahrscheinlich mit der Berichterstattung über die Erfolge bei der Entwicklung des Vakzins zusammenhängt.

    Darüber hinaus sollen 66 Prozent „große“ bzw. „einige“ Zuversicht in Bezug auf die Wirksamkeit des in Russland hergestellten Impfstoffs geäußert haben. 32 Prozent sollen sich sogar „äußerst“ zuversichtlich gezeigt haben.

    Diesbezüglich bekundeten 65, 63 beziehungsweise 60 Prozent der Befragten Vertrauen in Impfstoffe aus Frankreich, Großbritannien und den Vereinigten Staaten. Großes Vertrauen gezeigt hätten die Mexikaner mit 31 Prozent in Vakzine aus den USA, Großbritannien (30 Prozent) sowie aus Frankreich (28 Prozent).

    Einem Impfstoff aus China erwarten 44 Prozent, wobei sie hier nur „einige“ Zuversicht angegeben hätten – 20 Prozent hingegen hegten große Erwartungen. Im gleichen Bereich liegen die Erwartungen an die Forschung im eigenen Land: 22 Prozent hätten sich „äußerst“ zuversichtlich bezüglich eines Impfstoffs aus Mexiko gezeigt. Auf 66 Prozent belief sich die Zahl derer, die „einiges“ Vertrauen in ein landeseigenes Vakzin haben.

    Produktion des Corona-Impfstoffes im Arzneimittelbetrieb Binnofarm im Gebiet Moskau
    © Sputnik / Pressedienst des russischen Investitionsunternehmens "AFK Sistema"

    Obwohl das Land in bestimmten Bereichen zu einem normalen Alltag zurückgekehrt sei, habe die Umfrage ergeben, dass die Zahl der Menschen, welche von einem Anstieg des Infektionsgeschehens ausgehen, von 46 auf 51 Prozent gestiegen sei. Laut El Financiero ist das der höchste Wert seit Anfang Mai dieses Jahres. Damals sei die Ansicht (insgesamt 41 Prozent), das Virus habe seinen Höhepunkt erreicht, die weitverbreitetste gewesen. Diese Meinung sei stetig gesunken und habe im August nur noch 26 Prozent betragen. Dabei würden derzeit 20 Prozent die Ansicht vertreten, dass die Pandemie überwunden sei.

    Interesse an russischem Impfstoff

    Wie aus einer Mitteilung des mexikanischen Außenministeriums hervorgeht, soll der Außenminister Mexikos Marcelo Ebrard bei einem Treffen mit dem russischen Botschafter in Mexiko geäußert haben, dass sein Land an der Durchführung der dritten Phase der klinischen Tests des russischen Impfstoffs interessiert sei. So wolle man, dass die Impfung Mexiko so bald wie möglich zur Verfügung stehe, hieß es.

    Bei dem Treffen verwies Ebrard unter anderem darauf, dass die Regierung des Präsidenten López Obrador Impfstoffe und Medikamente zur Behandlung des neuartigen Coronavirus als öffentliches Gut erachte, das universell zugänglich gemacht werden müsse.

    Entwicklung des Corona-Vakzins

    Die dritte Testphase in Russland, an der zurzeit 40.000 Menschen teilnehmen, soll drei Monate in Anspruch nehmen und für die Bestimmung der Wirksamkeit des Impfstoffes sowie für dessen Registrierung und Vermarktung entscheidend sein. Russland hatte als erstes Land einen Impfstoff gegen das Coronavirus zugelassen. Dieser wurde vom Gamaleja-Institut für Epidemiologie und Mikrobiologie und dem Russischen Fonds für Direktinvestitionen entwickelt.

    Laut dem Chef des Fonds, Kirill Dmitriev, stellten mehr als 20 Länder Anträge zum Kauf von insgesamt einer Milliarde Dosen. Zudem habe Russland die Produktion des Impfstoffs in fünf Ländern vereinbart. Die verfügbaren Kapazitäten würden die Herstellung von 500 Millionen Dosen pro Jahr ermöglichen, hieß es.

    mka/gs

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    Tags:
    Corona-Impfstoff, Russland, Mexiko