16:55 25 September 2020
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    Das Gamaleya-Institut für Epidemiologie und Mikrobiologie hat eine Anweisung zur Verwendung des russischen Impfstoffs „Gam-COVID-Vac" (Handelsmarke „Sputnik V“) publik gemacht.

    Vor der Anwendung des Präparats sollen die Patienten von einem Arzt untersucht werden. Unter anderem soll die Temperatur gemessen werden. Danach soll sich der Patient eine halbe Stunde lang unter ärztlicher Aufsicht befinden.

    Auf eine Impfung ist während Schwangerschaft und Stillzeit zu verzichten und auch bei:

    - Überempfindlichkeit gegenüber einer Komponente;
    - schweren allergischen Reaktionen in der Anamnese;
    - akuten ansteckenden und nicht ansteckenden Krankheiten.

    Denjenigen, die akute ansteckende und nicht ansteckende Krankheiten überstanden haben, darf das Präparat zwei bis vier Wochen nach der Genesung oder Remission verabreicht werden.

    Bei nicht schweren akuten viralen Erkrankungen der Atemwege und akuten Infektionskrankheiten des Verdauungstraktes ist eine Impfung nach der Normalisierung der Temperatur möglich.

    Mit Vorsicht soll der Impfstoff verabreicht werden, bei:

    - chronischen Leber- und Nierenerkrankungen;
    - ausgeprägten Störungen der Funktion des endokrinen Systems (Zuckerkrankheit);
    - schweren Erkrankungen des blutbildenden Systems;
    - Epilepsie, Schlaganfällen und anderen Erkrankungen des zentralen Nervensystems;
    - Erkrankungen des Herz-Kreislauf-Systems;
    - primärer und sekundärer Immunschwäche;
    - Autoimmunkrankheiten;
    - Lungenerkrankungen, Asthma sowie bei Patienten mit Diabetes und metabolischem Syndrom, mit allergischen Reaktionen und Ekzemen.

    Als Nebenwirkungen können Schüttelfrost, Fieber, Kopfschmerzen und allgemeines Unwohlsein auftreten. Seltener kommen Übelkeit, Dyspepsie und Appetitabnahme vor, manchmal eine Zunahme der regionären Lymphenknoten.

    Die Impfung soll an Orten erfolgen, die mit Mitteln für eine Antischocktherapie ausgestattet sind. Der Impfstoff ist sechs Monate lang haltbar. Das Risiko einer Überdosierung ist sehr gering. Es gibt keine spezifischen Antidote für das Präparat.

    „Sputnik V”

    Am 11. August hatte der russische Präsident, Wladimir Putin, mitgeteilt, dass Russland als erstes Land einen Impfstoff gegen das Coronavirus registriert habe.

    Produktion des Corona-Impfstoffes im Arzneimittelbetrieb Binnofarm im Gebiet Moskau
    © Sputnik / Pressedienst des russischen Investitionsunternehmens "AFK Sistema"

    Das Präparat unter dem Namen „Sputnik V” wurde vom Gamaleya-Institut für Epidemiologie und Mikrobiologie und dem Russischen Direktinvestitionsfonds entwickelt.

    „Sputnik V” ist eine Lösung für die intramuskuläre Infusion. Der Impfstoff soll in zwei Etappen mit einem Intervall von drei Wochen verabreicht werden. Diese Methode wird laut dem russischen Gesundheitsministerium ermöglichen, eine Immunität zu bilden, die bis zu zwei Jahre anhalten soll.     

    Wie der Generaldirektor des Fonds, Kirill Dmitrijew, mitteilte, hat der Fonds bereits Anfragen zur Herstellung von einer Milliarde Dosen dieses Vakzins erhalten. Die Anfragen seien aus 20 Ländern eingegangen.

    Dabei betonte Dmitrijew, dass Russland vereinbart habe, den Corona-Impfstoff in fünf Ländern zu produzieren, die insgesamt eine Kapazität zur Herstellung von bis zu 500 Millionen Dosen jährlich hätten. 

    ns/sna/gs

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    Tags:
    Impfung, Anweisung, Kirill Dmitrijew, Corona-Impfstoff, Gamaleya-Institut, Russland