09:23 30 September 2020
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    Biden nimmt Nominierung als Präsidentschaftskandidat an; Streit um Iran-Sanktionen stürzt UN-Sicherheitsrat in Krise; Reisende sollen Corona Tests selbst bezahlen; Mittelstand warnt vor erneuten Einschränkungen; Ex-Trump-Berater Bannon erklärt sich für nicht schuldig; Rekordeisverlust in Grönland

    Sputnik präsentiert Ihnen in Kürze, was in der nacht zum Freitag geschehen ist.

    Biden nimmt Nominierung als Präsidentschaftskandidat an

    Joe Biden hat die Nominierung der US-Demokraten als Präsidentschaftskandidat angenommen und ist damit offiziell der Herausforderer des republikanischen Amtsinhabers Donald Trump bei der Wahl im November. Er werde Präsident aller Amerikaner sein, nicht nur jener, die ihn wählen, versprach Biden bei einem Auftritt in Wilmington im US-Bundesstaat Delaware. Angesichts der Coronavirus-Pandemie kündigte der US-Demokrat eine neue nationale Strategie an – mit Schnelltests, einer besseren Ausstattung der Krankenhäuser und einem Plan für eine sichere Wiedereröffnung der Schulen. Präsident Trump warf er vor, beim Schutz des Landes versagt zu haben. Biden zieht mit der 55-jährigen Senatorin Kamala Harris in die Wahl.

    Streit um Iran-Sanktionen stürzt UN-Sicherheitsrat in Krise

    Der Streit zwischen den USA und der Mehrheit des UN-Sicherheitsrates um das iranische Atomabkommen sorgt für transatlantische Spannungen und eine Krise im mächtigsten UN-Gremium. US-Außenminister Mike Pompeo drohte allen Ländern indirekt mit Konsequenzen, die nicht der Lesart der Vereinigten Staaten zur Rückkehr aller UN-Sanktionen gegen den Iran folgten. Die Außenminister Deutschlands, Frankreichs und Großbritanniens hielten dagegen und teilten mit, sie könnten das Vorgehen der weitgehend isolierten USA nicht unterstützen.

    Reisende sollen Corona Tests selbst bezahlen

    In der Diskussion um verpflichtende Corona-Tests für Rückkehrer aus Risikogebieten haben sich Vertreter mehrerer Bundesländer mittelfristig für eine Kostenübernahme durch die Reisenden ausgesprochen. Die rheinland-pfälzische Regierungschefin Malu Dreyer sagte im ZDF, sie habe großes Verständnis für die derzeit kostenlose Verfahrensweise, weil schnelles Handeln gefordert gewesen sei. Aber es brauche eine neue Strategie für den Herbst, wenn wieder Ferien seien. Darüber wolle sie bei der Bund-Länder-Konferenz mit Bundeskanzlerin Angela Merkel in der kommenden Woche sprechen.

    Mittelstand warnt vor erneuten Einschränkungen

    Der Bundesverband mittelständische Wirtschaft hat eindringlich vor einem zweiten Corona-Shutdown gewarnt. Ein erneutes Herunterfahren von öffentlichem Leben und Geschäftsleben wie im Frühjahr würde erheblich größere Schäden in der Wirtschaft und vor allem im Mittelstand zur Folge haben als beim ersten Mal, heißt es in einem Brandbrief an Bundeskanzlerin Merkel und die Ministerpräsidenten der Länder. Dieser liegt der dpa vor. Viele Betriebe hätten ihre finanziellen Reserven aufgebraucht und müssten bei einem zweiten Lockdown die „Hände heben“, heißt es. Ein überzogener Infektionsschutz dürfe nicht wieder Vorrang vor dem Schutz von Wirtschaft und Wohlstand haben.

    der ehemalige Chefstrateg des US-Präsidenten Donald Trump, Steve Bannon
    © AP Photo / J. Scott Applewhite

    Ex-Trump-Berater Bannon erklärt sich für nicht schuldig

    Der frühere Chefstratege von US-Präsident Donald Trump, Steve Bannon, hat sich nach seiner Festnahme wegen Betrugsverdachts für nicht schuldig erklärt. Richter Stewart Aaron legte in New York fest, dass Bannon gegen eine Kaution in Höhe von fünf Millionen Dollar zunächst freikommt. Davon muss Trumps Ex-Berater 1,75 Millionen Dollar als Sicherheit hinterlegen. Aaron verhängte zudem eine Reisesperre für Gebiete außerhalb des Nordostens der USA. Seinen Reisepass muss der 66-Jährige abgeben. Trump distanzierte sich von seinem früheren Berater.

    Rekordeisverlust in Grönland

    Das grönländische Inlandeis hat 2019 einen neuen Negativrekord erreicht: Der Masseverlust war größer als im bisherigen Rekordjahr 2012. Zu diesem Ergebnis kommt eine Studie des Bremerhavener Alfred-Wegener-Instituts und des Potsdamer Geoforschungszentrums. Die Wissenschaftler hatten dafür Satelliten- und Modelldaten ausgewertet. Die Studie erschien im Fachjournal „Communications Earth & Environment“. 2017 und 2018 hatte es nur geringe Massenverluste gegeben. Das Inlandeis in der Antarktis und das in Grönland sind die größten Eisschilde der Erde.

    mk/dpa/ae

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    Tags:
    Grönland, Iran, UN-Sicherheitsrat, Uno, Joe Biden, USA