13:47 29 September 2020
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    Angesichts der Rassismus-Debatte wird schon seit Monaten über die Umbenennung der Mohrenstraße in Berlin diskutiert. Nun gibt es einen neuen Vorschlag: Die Straße soll in Zukunft Anton-Wilhelm-Amo-Straße heißen.

    Wie die SPD Berlin-Mitte auf Twitter mitteilte, wird die Mohrenstraße umbenannt. Der Prozess der Umbenennung der Straße wird „unverzüglich eingeleitet“, heißt es dort. Das hat die Bezirksverordnetenversammlung (BVV) Mitte am Donnerstagabend auf Antrag von Grünen und SPD beschlossen.

    In dem Beschluss heißt es, das Bezirksamt werde ersucht, „unverzüglich den Vorgang zur Umbenennung zu starten“. Nach heutigem Demokratieverständnis sei „der bestehende rassistische Kern des Namens belastend und schadet dem nationalen und internationalen Ansehen Berlins“.

    Die Straße soll nun nach Anton Wilhelm Amo umbenannt werden – dem ersten Philosophen Deutschlands mit afrikansicher Herkunft. Er wurde 1703 in Ghana geboren, nach Amsterdam verschleppt und schließlich nach Deutschland „verschenkt“. Er erhielt hier eine Ausbildung in Philosophie und Rechtswissenschaften und verfasste prägende Schriften.

    Anfang Juni kündigte die BVG die Umbennenung des U-Bahnhofes Mohrenstraße in Glinkastraße an – in Anlehnung an die dort angrenzende Straße. Daraus wurde jedoch nichts, nachdem Vorwürfe laut geworden waren, dass der russische  Komponist Michail Iwanowitsch Glinka (1804-1857) ein Antisemit gewesen sei.  

    mka/gs

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    Tags:
    Toleranz, Rassismus, U-Bahn, Berlin