06:40 21 September 2020
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    Eine Forschergruppe aus den USA hat bekanntgegeben, einen Nasenimpfstoff gegen das Coronavirus geschaffen zu haben. Dies berichtet das Fachmagazin „Cell“.

    Das Präparat bekämpft Infektionen, nachdem es durch die Nase in den Körper eingeführt wird. Es wurde von Wissenschaftlern der Washington University School of Medicine in St. Louise erfunden.

    Das Blatt schreibt, dass eine Portion dieses Impfstoffs dazu beitrage, eine große Zahl von Antikörpern in den oberen und unteren Atemwegen zu bilden. Die Wissenschaftler selbst behaupten, dass das Präparat das Risiko einer Infektionsübertragung erheblich verringern und das Ausbreitungstempo der Pandemie abbauen könne.

    Bis dato wurde der Impfstoff nur an Mäusen getestet.

    Wie wirkt der Impfstoff?

    Der Impfstoff wirkt nach folgendem Prinzip: Die Forscher haben an das Adenovirus, das die Erkältung verursacht, ein S-Protein gebunden, das an der Infizierung von Zellen mit Coronavirus beteiligt ist. In das Protein selbst wurden Mutationen eingefügt, die die Bildung von Antikörpern gegen SARS-CoV-2 fördern. Dabei wurde das Adenovirus neutralisiert und fungiert als eine Art „Transport“ für das S-Protein.

    In dieser Hinsicht ähnelt der Wirkungsmechanismus des US-Impfstoffs dem zuvor registrierten russischen. Sein Prinzip beinhaltet auch die Einführung von Elementen des Coronavirus in Kombination mit Partikeln von Adenoviren, wonach eine starke und stabile Immunität gegen Covid-19 und eine schwächere gegen Adenoviren gebildet wird.

    Langfristige Immunität für mehrere Jahre

    Der russische Impfstoff ist jedoch eine Lösung für die intramuskuläre Verabreichung. Die Impfung soll in zwei Etappen erfolgen. Wie im Gesundheitsministerium festgestellt wurde, ermöglicht ein solches Schema, eine langfristige Immunität für bis zu mehreren Jahren zu bilden.

    „Sputnik V“

    Zuvor hatte Russland als erstes Land der Welt einen Coronavirus-Impfstoff registriert, der vom Gamaleya-Forschungszentrum für experimentelle Medizin in Kooperation mit dem russischen Fonds für direkte Investitionen (RFDI) entwickelt wurde. Er wurde „Sputnik V“ genannt. Der RFDI-Chef, Kirill Dmitriew, berichtete, dass der Fonds Anträge aus mehr als 20 Ländern für den Kauf einer Milliarde Portionen des inländischen Impfstoffs gegen Coronavirus erhalten habe. Dabei betonte er, dass Moskau die Produktion von Impfstoffen in fünf Ländern vereinbart habe.

    ek/mt/sna

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    Forscher, Immunität, Körper, Nase, Corona-Impfstoff, Coronavirus