21:35 27 September 2020
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    Der Vizesekretär des russischen Sicherheitsrates, Oleg Chramow, hat gegenüber der Zeitung „Argumenty i Fakty“ erklärt, dass die USA hinter den meisten Cyberangriffen stehen, was „die These über eine totale russische Bedrohung im Cyberraum“ dementiert. Er stützt sich dabei auf die Statistik.

    „Die USA und ihre Verbündeten, die danach streben, sich die globale Herrschaft zu sichern, verstärken einerseits die Anstrengungen, um nachrichtendienstliche und zersetzende Handlungen im Informationsraum anderer Länder auszuüben, und erklären andererseits Russland, China, Nordkorea und den Iran zu den Hauptquellen der Cyberbedrohungen“, so Chramow. 

    So baut Washington ihm zufolge ein „Medienbild“ auf, das dazu diene, beliebige eigene Aktivitäten, einschließlich Gewalthandlungen, zu rechtfertigen.

    Folgen dieser künstlich eskalierenden Konfrontation im Informationsbereich seien Spannungen in den internationalen Beziehungen, Ausbremsung der Entwicklung der Weltwirtschaft aufgrund von Sanktionen sowie Untergrabung des Vertrauens in Digitalisierungsprozesse im Allgemeinen, führte er weiter aus. 

    USA für größte Anzahl der Cyberangriffe verantwortlich 

    Chramow teilte mit, die Analyse von Berichten führender ausländischer und russischer Unternehmen, die sich auf Cybersicherheit spezialisieren, hätten gezeigt, dass die größte Anzahl der Computerangriffe mit Hilfe von Informationsinfrastrukturen der USA durchgeführt werde.

    Während die bösartige Aktivität der USA in den Jahren 2016 bis 2019 zwischen 40 und 75 Prozent ausgemacht habe, betrage das Malware-Verhalten Russlands zwischen zwei und sieben Prozent

    „Diese im Westen nicht zur Schau getragenen Daten, die aber öffentlich zugänglich sind, veranschaulichen jedem vernünftigen Menschen die Hinfälligkeit der These über eine totale russische Bedrohung im Cyberraum“, erklärte Chramow. 

    Er betonte, dass in den USA nach FBI-Angaben jährlich mehr als 300.000 Cyberverbrechen registriert werden, die der US-Wirtschaft nach verschiedenen Einschätzungen einen Schaden in Höhe von 59 bis 109 Milliarden US-Dollar zugefügt hätten. Daher ruft er die internationalen Partner dazu auf, einen nichtpolitisierten Weg im Kampf gegen Cyberangriffe einzuschlagen. 

    Westliche Rhetorik 

    Chramow unterstrich, die Rhetorik der westlichen Opponenten, die Russland zahlreiche Cyber-Attacken, unter anderem den Einfluss auf US-Wahlen, vorgeworfen hätten, erfordere Schutzmaßnahmen gemäß der Doktrin zur Informationssicherheit Russlands. 

    Dabei zwängen die USA anderen Staaten ihre eigene Position „vom Standpunkt des Konsenses“ auf, statt die echten Quellen der Computerangriffe ausfindig zu machen und diese zu neutralisieren. Das heißt, eine Gruppe von Staaten könne einen Schuldigen bestimmen, ohne jegliche Beweise vorzulegen, hieß es. 

    „Es bestehen ernsthafte Befürchtungen, dass die Beziehungen zwischen unseren Staaten wieder zu Geiseln einer Situation werden könnten, wenn durch die Medien auf der 'highly likely'-Ebene politische Ansätze und Entscheidungen eingeleitet werden, die die objektive Realität nicht widerspiegeln“, fügte der Sicherheitsberater hinzu. 

    ao/sb/sna

     

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    Tags:
    Sicherheitsrat Russlands, Cyberangriffe, Russland, USA