06:25 21 September 2020
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    Die Europäische Kommission hat am Montag gemeldet, dass sie die Vorgespräche mit dem US-Unternehmen Moderna zur Corona-Impfstoff-Beschaffung zum Abschluss gebracht hat.

    Die Kommission rechne demnach damit, dass ihr im Namen aller EU-Mitglieder zunächst 80 Millionen Dosen zur Verfügung gestellt werden. Für weitere 80 Millionen Dosen ist ein Vorkaufsrecht geplant.

    „Wir investieren in Unternehmen, die auf unterschiedliche Technologien setzen, um unsere Chancen auf Impfstoffe zu erhöhen, die sicher und wirksam sind. (…) Die europäischen Investitionen in Impfstoffe gegen das Coronavirus werden der ganzen Welt zugutekommen und uns helfen, das Virus zu besiegen“, sagte Ursula von der Leyen, die Präsidentin der Europäischen Kommission. 

    Die abgeschlossenen Sondierungsgespräche sollten eine Abnahme gewährleisten, deren Kosten das Soforthilfeinstrument abdecken werde, das eigene Mittel für die Schaffung eines Portfolios potenzieller Impfstoffe mit unterschiedlichen Profilen und von verschiedenen Herstellern vorsehe, hieß es. 

    Das Ziel der Abnahmegarantie liege darin, „europäischen Bürgerinnen und Bürgern innerhalb von 12 bis 18 Monaten hochwertige, sichere, wirksame und erschwingliche Impfstoffe zu sichern“. 

    Moderna ist bereits das fünfte Unternehmen, mit dem solche Verhandlungen geführt wurden – ähnliche Gespräche hatte die Kommission zuvor mit einem Joint Venture von Sanofi und GSK sowie mit Johnson & Johnson und CureVac abgeschlossen. Mit AstraZeneca wurde eine Kaufvereinbarung unterzeichnet.

    Moderna-Impfstoff 

    Das amerikanische Biotechnologieunternehmen Moderna hatte Mitte Mai bekanntgegeben, dass es die erste Phase der klinischen Prüfungen des Impfstoffes gegen Coronavirus erfolgreich abgeschlossen habe.

    Das Unternehmen begann demnach schon im April, den neuen Impfstoff an Freiwilligen zu testen. Moderna teilte mit, dass nach der Einnahme des Impfstoffes unter Kennzeichnung „mRNA-1273“ die Anzahl der Antikörper im Blut der Freiwilligen entweder höher als bei von Coronavirus genesenen Menschen oder auf dem gleichen Niveau gewesen sei.

    Dem Unternehmen zufolge erwies sich der Impfstoff als sicher – bei den Beteiligten wurden keine Komplikationen nach der Einnahme des Medikaments nachgewiesen.

    ao/sb/dpa

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    Tags:
    Europäische Union, Europäische Kommission, Impfstoff, Coronavirus