07:41 05 Dezember 2020
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    Die tödlichen Explosionen im Süden der Philippinen sind wahrscheinlich von zwei Selbstmordattentäterinnen verübt worden, berichtet die Zeitung „Manila Bulletin“ unter Berufung auf das Militär des Landes.

    Entgegen ersten Berichten handelte es sich laut dem Militär bei der ersten Explosion auf der philippinischen Insel Jolo am Montag nicht um einen Sprengsatz auf einem Motorrad, sondern um ein Selbstmordattentat. Dieses sei vermutlich von einer Frau ausgeführt worden.

    Auch beim kurz darauf verübten zweiten Anschlag soll sich demnach eine Frau in die Luft gesprengt haben.

    Hinter den Attacken wird laut dem Blatt die islamistische Terrorgruppe Abu Sayyaf vermutet. Die Körper der Täterinnen seien durch die Detonation so zugerichtet worden, dass eine Identifizierung schwierig sei, so ein Militärsprecher. Jedoch könnte es sich um zwei Witwen früherer Attentäter handeln.

    Unter anderem berichtet die Zeitung, dass Armeeführer dafür plädieren, in der Provinz Sulu das Kriegsrecht zu verhängen.

    Berichte über Explosionen im Süden der Philippinen

    Am Montag hatten internationale Nachrichtenagenturen gemeldet, dass es im Süden der Philippinen zu zwei Explosionen gekommen sei. Diese ereigneten sich in der Provinz Sulu. Es wurden neun Todesopfer und 17 Verletzte gemeldet.

    Die Zeitung „Manila Bulletin“ berichtet, dass die Zahl der Toten derzeit bei 16 und die der Verletzten bei mehr als 70 Menschen liege.

    Die Extremistengruppe Abu Sayyaf wird für einige der schwersten Terrorangriffe und Entführungen auf den Philippinen verantwortlich gemacht. Sie versucht seit langem, mit Entführungen und Lösegeldzahlungen ihren bewaffneten Kampf zu finanzieren.

    ak/dpa/sb

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    Tags:
    Selbstmordattentat, Explosionen, Terror, Abu Sayyaf, Philippinen