21:37 27 September 2020
SNA Radio
    Panorama
    Zum Kurzlink
    332713
    Abonnieren

    China hat Ende Juni das Impfprogramm mit einer Notverordnung erlaubt. Seitdem haben Mitarbeiter im Gesundheitswesen und andere Risikogruppen experimentelle Impfstoffe verabreicht bekommen, wie Gesundheitsvertreter laut Medienberichten am Dienstag erklärten.

    Es werde erwogen, die versuchsweisen Impfungen auf Arbeiter auf Märkten, im Verkehrswesen und Dienstleistungsbereich auszuweiten, um neue Ausbrüche im Herbst und Winter zu verhindern. 

    Nach Angaben der Gesundheitskommission in Peking vom Dienstag gibt es gegenwärtig gleichwohl kaum lokale Ansteckungen in China, sondern meist nur noch importierte Fälle. Mit strengen Maßnahmen hat das Land, wo die ersten Ansteckungen mit dem Coronavirus Anfang Dezember in der Metropole Wuhan entdeckt worden waren, den Ausbruch der Atemwegserkrankung Covid-19 weitgehend in den Griff bekommen.

    In der Hauptstadt Peking seien seit Ende Juli schon medizinisches Personal und Mitarbeiter in der Vorbeugung gegen die Pandemie mit einem Impfstoff des Herstellers Sinopharm geimpft worden, berichtete die Zeitung „Yicai“. Die zweite Phase der Impfungen bei Bediensteten im Verkehrswesen wie in Bussen, Bahnen und im Luftverkehr sowie bei anderem Personal laufe noch.

    Hinter zwei der wenigen potenziellen Impfstoffe weltweit, die ein fortgeschrittenes Entwicklungsstadium erreicht haben, stehen laut WHO chinesische Hersteller, die mit anderen Ländern in der abschließenden Phase III der Entwicklung zusammenarbeiten. In dieser praktischen Testphase soll gezeigt werden, ob ein Impfstoff tatsächlich vor einer Infektion schützt. Noch konnte das aber für keinen Impfstoff nachgewiesen werden.

    Der Chef des Impfprogramms von Sinopharm, Yang Xiaoming, berichtete, dass schon mehr als 20.000 Menschen ein experimenteller Impfstoff seines Unternehmens gegeben worden sei. „Die Sicherheit ist sehr gut. Die Wirksamkeit steht weiter unter Beobachtung“, wurde Yang Xiaoming zitiert. Er teilte allerdings nicht mit, wo die Impfungen vorgenommen wurden.

    Sinopharm hat die Erlaubnis, mit den Vereinigten Arabischen Emiraten, Bahrain, Peru, Marokko und Argentinien zu kooperieren. Der Hersteller Sinovac wiederum unternimmt seine Versuche gemeinsam mit Brasilien und Indonesien. Das chinesische Unternehmen CanSino, dessen Impfstoff zum Einsatz unter chinesischen Soldaten zugelassen worden war, arbeitet mit Russland und Pakistan zusammen.

    om/mt/dpa

    GemeinschaftsstandardsDiskussion
    via Sputnik kommentierenvia Facebook kommentieren

    Zum Thema:

    Lage in Bergkarabach spitzt sich zu: Moskau ruft zur Feuereinstellung und zu Verhandlungen auf
    50 Siedlungen in Bergkarabach angegriffen: Video zeigt brennende Militärtechnik
    Paschinjan-Putin-Telefonat : „Eskalation in Bergkarabach muss verhindert werden“
    Tags:
    Erlaubnis, Impfung, Coronavirus, China