09:16 30 September 2020
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    Wegen Spionage für einen indischen Auslandsgeheimdienst hat vor dem Oberlandesgericht Frankfurt der Prozess gegen einen 54-jährigen Mann begonnen, meldet die Deutsche Presse-Agentur.

    Die Anklage des Generalbundesanwaltes geht davon aus, dass der Mann zwischen Januar 2015 und Dezember 2017 in acht Fällen Informationen an Konsuln im indischen Generalkonsulat weitergeleitet hatte, die dort als Führungsoffiziere des Geheimdienstes fungierten.

    Dabei ging es besonders um Interna aus oppositionellen Sikh-Kreisen sowie aus Gruppen zur Unruheregion Kashmir.

    Beweisaufnahme dürfte sich über Tage hinziehen

    Am Dienstag, dem ersten Verhandlungstag, gab der 54-Jährige vor dem Staatsschutzsenat lediglich eine kurze Erklärung zu seinen persönlichen Verhältnissen ab. Nach Angaben seines Verteidigers aber wird es nicht dabei bleiben. Schon am zweiten Verhandlungstag an diesem Mittwoch will sich der Angeklagte zu den Vorwürfen äußern.

    Unklar ist, ob der mutmaßliche Agent Lohn für seine Tätigkeit erhalten hat. Bei einer Hausdurchsuchung des Generalbundesanwaltes kam der Fall Ende 2017 ans Tageslicht. Das Gericht steht vor einer ausgedehnten Beweisaufnahme mit zehn Verhandlungstagen bis Ende Oktober.

    am/

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    Tags:
    Prozess, Spionage, Indien, Deutschland