09:05 30 September 2020
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    Demokraten verspotten Trumps Parteitag; Israel greift nach Schüssen auf Soldaten Ziele im Libanon an; Kritik an Gebührenerhöhung bei neuem Personalausweis; Muster-Klagen in Ischgl; Letzte Anhörungen von Opfern in Christchurch; Mindestens 38 Tote nach Sturzfluten in Afghanistan

    Sputnik präsentiert Ihnen in Kürze, was in der Nacht zum Mittwoch geschehen ist.

    Demokraten verspotten Trumps Parteitag

    Das Lager des demokratischen Präsidentschaftskandidaten Joe Biden hat den Republikanern vorgeworfen, auf ihrem Parteitag in North Carolina eine alternative Realität zu inszenieren. Das dort gemalte Bild Amerikas kenne nicht den Tod von Tausenden mit dem Coronavirus infizierten Menschen in der vergangenen Woche, erklärte die stellvertretende Wahlkampfleiterin Kate Bedingfield nach dem zweiten Tag des republikanischen Nominierungsparteitags. Im Amerika der Republikaner sei die Wirtschaft nicht zum Stillstand gelangt und Schulkinder seien nicht gezwungen, zuhause zu bleiben. Die fortgesetzte Weigerung von Donald Trump, dieses Virus ernst zu nehmen, hat den Vereinigten Staaten den schlimmsten Ausbruch in der Welt gebracht, hieß es in einer Mitteilung von Bidens Wahlkampfteam nach dem zweiten von vier Tagen der republikanischen Versammlung.

    Israel greift nach Schüssen auf Soldaten Ziele im Libanon an

    Nach Schüssen auf israelische Soldaten an der Grenze zum Libanon hat Israels Militär in der Nacht Ziele in dem Nachbarland angegriffen. Beschossen worden seien Beobachtungsposten der Hisbollah-Miliz im Grenzgebiet, teilten die IDF mit. Eingesetzt wurden demnach unter anderem Kampfhubschrauber. Augenzeugen aus dem Süden Libanons gaben an, Gebiete in Mais al Dschabal und Hula seien beschossen worden. Ein zur Hisbollah gehörender TV-Sender berichtete, dass Israels Artillerie auf beide Gebiete gefeuert habe. Im Norden Israels durften Bewohner Manaras und umliegender Gemeinden kurzzeitig ihre Häuser nicht verlassen; Straßen wurden gesperrt. Der Libanon und Israel befinden sich offiziell noch im Krieg.

    Kritik an Gebührenerhöhung bei neuem Personalausweis

    Von der Linken kommt Kritik an der geplanten Gebührenerhöhung für neue Personalausweise. Die Ausstellung von Ausweisdokumenten sei keine Extra-Leistung der Behörden, sondern eine notwendige allgemeine Dienstleistung für alle Bürger, die der Ausweispflicht unterliegen, sagte der Erste Parlamentarische Geschäftsführer der Linksfraktion im Bundestag, Jan Korte, der Deutschen Presse-Agentur. Dafür sollte genauso wenig eine Gebühr erhoben werden wie für die Bearbeitung einer Steuererklärung. Die Gebühren für einen neuen Personalausweis sollen deutlich steigen. Statt 28,80 Euro soll die Ausstellung ab dem kommenden Jahr 37 Euro kosten.

    Muster-Klagen in Ischgl

    Zur Rolle des österreichischen Touristenorts Ischgl bei der Verbreitung des Coronavirus zeichnen sich erste Muster-Prozesse ab. Der österreichische Verbraucherschützer Peter Kolba kündigte an, Ende September erste Klagen von Opfern auf Schadenersatz und die Anerkennung von Folgeschäden beim Landgericht Wien einreichen zu wollen. Darunter seien auch Fälle von Deutschen, die entweder durch die Erkrankung gestorben seien oder wie im Fall eines Mannes aus dem Rheinland nach langem Aufenthalt auf der Intensivstation mit Folgeschäden zu kämpfen hätten. Nach seiner Darstellung haben die Verantwortlichen zu spät und nicht umfassend genug auf den Ausbruch der Corona-Krise vor Ort reagiert. Von dem für seine Après-Ski-Szene bekannten Ischgl aus sei das Virus in 45 Staaten verbreitet worden.

    Letzte Anhörungen von Opfern in Christchurch

    Mit zahlreichen emotionalen und teils wütenden Wortmeldungen ist heute die Anhörung von Überlebenden und Angehörigen der Opfer der blutigen Anschläge auf zwei Moscheen im neuseeländischen Christchurch fortgesetzt worden. Am letzten Tag der Anhörung ließ der Richter Cameron Mander weitere Erklärungen von Hinterbliebenen zu, sodass sich die für Donnerstag geplante Urteilsverkündung verzögern könnte. Insgesamt haben sich damit seit Montag mehr als 80 Menschen an den Richter und den angeklagten Attentäter gewandt. Mehrere beschimpften Brenton Tarrant als Verlierer und Feigling, der sich hinter seinen Waffen versteckt habe. Der 29-jährige Rechtsextremist aus Australien hatte am 15. März 2019 zwei Moscheen überfallen und 51 Gläubige getötet. 50 weitere wurden verletzt. Die Tat übertrug er per Helmkamera im Internet. Im März hatte er sich schuldig bekannt, daher entfiel ein Prozess.

    Mindestens 38 Tote nach Sturzfluten in Afghanistan

    In Afghanistan sind bei Sturzfluten mindestens 38 Menschen gestorben. Bewohner in der Provinz Parwan nördlich der afghanischen Hauptstadt Kabul wurden mitten in der Nacht von plötzlichen Überschwemmungen überrascht, wie Provinzsprecherin Schahkar heute sagte. In der Provinzhauptstadt Tscharikar wurden durch die Fluten zudem rund 300 Häuser zerstört. Fast 80 weitere Menschen seien verletzt worden. Die Katastrophe übersteige die Hilfsmöglichkeiten vor Ort, hieß es aus der Provinzverwaltung. Die Behörden hätten die betroffenen Gebiete besichtigt und hoffen auf Unterstützung aus Kabul. Besonders schwere Sturzfluten gab es in Afghanistan im Frühjahr 2019. Mehr als 10.000 Häuser wurden damals zerstört, rund 180.000 Menschen waren von den Fluten betroffen.

    mk/dpa/ae

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    Tags:
    Personalausweis, Donald Trump, USA