16:23 18 September 2020
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    27 Länder sind laut der russischen Vize-Premierministerin Tatjana Golikowa am russischen Coronavirus-Impfstoff interessiert.

    Den Wunsch, das vom russischen Gamaleja-Institut für Epidemiologie und Mikrobiologie entwickelte Medikament zu kaufen, äußerten unter anderem Weißrussland, Aserbaidschan, Brasilien, Venezuela und Kasachstan.

    Für die Produktion wurden drei Industriestandorte ausgewählt.

    Russlands Präsident Wladimir Putin sagte seinerseits, dass Weißrussland eines der ersten Länder sein werde, das den russischen Impfstoff erhalten würde.

    „Alexander Grigorjewitsch (Lukaschenko – Anm.d.Red.) und ich haben dies besprochen und verabredet, dass Weißrussland in die letzte Phase der zusätzlichen Tests eintreten wird“, so Putin.

    Impfstoff vom russischen Zentrum „Vektor“

    In Russland werden laut Golikowa zunächst medizinische und soziale Mitarbeiter, Lehrer und Mitarbeiter der organisierten Gemeinschaft geimpft.

    Sie sprach auch über die Arbeit an einem anderen russischen Impfstoff, der vom Zentrum für Virologie und Biotechnologie „Vektor“ entwickelt wird.

    „Wir glauben, dass er Ende September - Anfang Oktober auch registriert wird. <...> Das ist ein Impfstoff, der auf Peptidantigenen basiert und den Namen ‚EpiVacCorona’ trägt“, sagte Golikowa.

    Im Ergebnis der klinischen Studien des ersten und zweiten Stadiums wurden bei den Freiwilligen keine Komplikationen festgestellt.

    Ferner betonte die stellvertrende Ministerpräsindentin, es gebe einen stetigen Trend zur Stabilisierung der Situation mit dem Coronavirus in Russland. Seit März hat sich die tägliche Anstiegsrate der Infektionsfälle um das 54-fache verringert.

    Am Dienstag war berichtet worden, dass das russische Gamaleja-Institut für Epidemiologie und Mikrobiologie, das den weltweit ersten Corona-Impfstoff registrieren ließ, nun zur dritten und damit entscheidenden Testphase des Impfstoffes bereit sei.

    Russlands Gesundheitsministerium hatte zuvor einen vom Gamaleja-Institut entwickelten Impfstoff gegen das neuartige Coronavirus zur breiten Verwendung in der Bevölkerung zugelassen.

    Der Impfstoff erhielt den Namen „Sputnik V“. Nach der Verabreichung sind bei allen Freiwilligen die Impftiter hoch. Wie die Untersuchungen zeigten, gab es keine ernsthaften Nebenwirkungen.

    sm/sna/gs

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    Tags:
    Russland, Tatjana Golikowa, Corona-Impfstoff