16:03 19 September 2020
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    Ein Bezirksgericht in Sankt Petersburg hat einen norwegischen Forscher wegen des Transports von Frauenhaaren angeklagt. Diesen soll der Mann vorher nicht deklariert haben. Angaben zufolge soll er die verdächtige Ware in 76 Briefumschlägen mitgeführt haben.

    Laut dem Nachrichtenportal „78.ru“ duchsuchten Zollbeamte im August 2018 das Gepäck des Norwegers. Am Flughafen Pulkowo in Sankt Petersburg habe der Mann den grünen Korridor durchlaufen. Im Normalfall bedeutet dies, dass eine Person nichts bei sich führe, was deklariert werden müsse. Allerdings seien die Zollbeamten bei der Kontrolle auf 76 Briefumschläge gestoßen, die Haare enthalten hätten. Die haarige Ware wurde daraufhin beschlagnahmt.

    Ein Gutachten soll ergeben haben, dass es sich dabei um Menschenhaare handle, die nicht zur Kategorie von Gegenständen des Eigenbedarfs gehörten und deshalb beim Zoll angegeben werden müssten. Jeder der Umschläge habe je drei Frauenhaare entalten, welche von Studentinnen einer Universität in Archangelsk stammen und einem Forschungsprojekt dienen sollen. 

    Der norwegische Forscher sei von Archangelsk über Sankt Petersburg nach Schottland unterwegs gewesen – dorthin habe er die Haare für eine bestimmte Analyse bringen wollen. Angeblich werde nur dort dieses Verfahren durchgeführt.

    Der Angeklagte ist Angaben zufolge nicht zur Gerichtsverhandlung erschienen. Auch sein Anwalt soll der Sitzung ferngeblieben sein. Der Jurist habe zuvor ein Strafmaß in Form der Beschlagnahmung der Ware gefordert.

    mka/gs

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    Tags:
    St. Petersburg, Zoll