09:35 30 September 2020
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    US-Präsident Donald Trump hat Sicherheitskräfte der Nationalgarde in die Stadt Kenosha in Wisconsin entsendet. Damit greift Trump gegen die Unruhen durch, die nach einem brutalen Polizeieinsatz gegen einen Afroamerikaner ausgebrochen waren. In einer Protestnacht wurden zwei Menschen erschossen. Ein Verdächtiger wurde bereits festgenommen.

    „Wir werden keine Plünderungen, Brandstiftung, Gewalt und Gesetzlosigkeit auf amerikanischen Straßen zulassen“, schrieb Trump am Mittwoch auf Twitter. Der Gouverneur von Wisconsin, Tony Evers, habe dem Einsatz von Bundeskräften zugestimmt, so Trump weiter. Evers teilte zugleich mit, er habe den Einsatz weiterer 500 Mitglieder der Nationalgarde angeordnet.

    In der Stadt gibt es Proteste nach einem Polizeieinsatz am Sonntag, bei welchem dem schwarzen Amerikaner Jacob Blake sieben Mal in den Rücken geschossen wurde. Blake befindet sich derzeit in einem Krankenhaus und soll nach Angaben seiner Familienangehörigen von der Hüfte abwärts gelähmt sein.

    In der Nacht auf Mittwoch wurden in Kenosha zwei Menschen getötet und ein weiterer verletzt. In den beiden Nächten davor gab es neben friedlichen Protesten auch Gewalt mit brennenden Gebäuden und Autos. Es soll teilweise zu Zusammenstößen mit der Polizei gekommen sein.

    Verdächtiger Schütze festgenommen

    Augenzeugenberichten zufolge waren in der Nacht zum Mittwoch neben Polizei und Nationalgarde auch bewaffnete Zivilisten auf der Straße, die nach eigenen Angaben Eigentum beschützen wollten. Auf einem der im Internet veröffentlichten Videos ist zu sehen, wie ein junger Mann mit einem Gewehr vor Demonstranten wegläuft, zu Boden geht und aus nächster Nähe auf die herannahenden Menschen schießt.

    Im benachbarten Bundesstaat Illinois wurde ein 17-Jähriger festgenommen, der verdächtigt wird, der Schütze zu sein, wie der Polizeichef von Kenosha, Daniel Miskins, am Mittwoch sagte.

    mka/dpa/gs

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    Tags:
    Nationalgarde, Proteste, Polizeigewalt, Wisconsin