01:31 24 September 2020
SNA Radio
    Panorama
    Zum Kurzlink
    15478
    Abonnieren

    Lebenslange Haft für Attentäter von Christchurch; Pence verspricht Recht und Ordnung bei Wiederwahl Trumps; Streit um Migranten in Süditalien spitzt sich zu; Gerichte sollen über Corona-Demonstration entscheiden; Mann ohne Maske sticht Kellner nieder; Udo Lindenberg kritisiert Maskenverweigerer

    Sputnik präsentiert Ihnen in Kürze, was in der Nacht zum Donnerstag geschehen ist.

    Lebenslange Haft für Attentäter von Christchurch

    Der Attentäter von Christchurch muss für den Rest seines Lebens in Haft. Richter Cameron Mander verurteilte den 29-jährigen Rechtsextremisten aus Australien zu einer lebenslangen Haftstrafe ohne Möglichkeit auf vorzeitige Entlassung. Das Gericht kam damit der Forderung der Staatsanwaltschaft nach. Es ist das erste Mal, dass in Neuseeland ein solches Strafmaß verhängt wurde.

    Pence verspricht Recht und Ordnung bei Wiederwahl Trumps

    Nach neuen wütenden Protesten gegen Rassismus und Polizeigewalt hat Vizepräsident Mike Pence den Amerikanern Recht und Ordnung bei einer Wiederwahl von Präsident Donald Trump versprochen. Man werde auf den Straßen des Landes für jeden Amerikaner jeder Ethnie, jeden Glaubens und jeder Hautfarbe Recht und Ordnung haben, sagte Pence im historischen Fort McHenry bei Baltimore bei seiner Ansprache zum Parteitag der Republikaner. Bei den Protesten handele es sich um Gewalt und Chaos in den Städten, nicht um friedliche Demonstrationen. Die Trump-Regierung werde die Sicherheitskräfte und die Minderheiten im Land für vier weitere Jahre unterstützen.

    Streit um Migranten in Süditalien spitzt sich zu

    In Italien eskaliert der Streit zwischen Sizilien und der Regierung in Rom über den Umgang mit der steigenden Zahl von Migranten. Die Regierung legte nach italienischen Agenturberichten vor dem Verwaltungsgericht in Palermo Widerspruch gegen das Vorgehen des Regionalpräsidenten Nello Musumeci ein. Anlass ist die Anordnung Musumecis, die Aufnahmezentren der Insel zu räumen, die Menschen an andere Orte zu schicken und keine Bootsmigranten mehr aufzunehmen. Rom bestreitet, dass solche Maßnahmen in seine Kompetenz fallen. Der konservative Politiker argumentiert dagegen mit dem Gesundheitsschutz.

    Gerichte sollen über Corona-Demonstration entscheiden

    Nach dem Verbot der für Samstag geplanten Demonstration gegen die Corona-Politik in Berlin stehen nun voraussichtlich Gerichtsentscheidungen an.

    Die Veranstalter-Initiative Querdenken 711 aus Stuttgart hatte angekündigt, gegen das Verbot der Polizei beim Berliner Verwaltungsgericht vorzugehen und wenn nötig auch das Oberverwaltungsgericht und das Bundesverfassungsgericht anzurufen. Auch Verfassungsschutzpräsident Thomas Haldenwang und der Vorsitzende der Innenministerkonferenz, Georg Maier, erwarten, dass Gerichte über die Demonstration entscheiden werden. Im Internet erschienen Aufrufe, am kommenden Wochenende trotzdem in die Hauptstadt zu reisen und zu protestieren. Teilweise wurde dabei Gewalt und politischem Umsturz gefordert.

    Mann ohne Maske sticht Kellner nieder

    In Nordfrankreich hat ein Mann einen Kellner in einem Restaurant niedergestochen, nachdem dieser ihn zum Tragen einer Atemschutzmaske aufgefordert hatte. Als Tatverdächtiger wurde nach Angaben der Polizei ein 29-Jähriger festgenommen. Der 30-jährige Kellner erlitt bei dem Vorfall in Le Havre in der Normandie eine schwere Brustverletzung. Sein Leben sei jedoch nicht in Gefahr, hieß es von der Polizei. Der Täter hatte das am Strand gelegene Restaurant in betrunkenem Zustand und ohne Maske betreten. Nachdem der Kellner ihn zum Tragen eines Mund-Nasen-Schutzes aufgefordert hatte, verließ der 29-Jährige zunächst das Lokal, kehrte dann aber zurück und stach dem Kellner mit einem Messer in die Brust.

    Udo Lindenberg kritisiert Maskenverweigerer

    Rockmusiker Udo Lindenberg hat kein Verständnis für Gegner der Corona-Maßnahmen. „Wir brauchen die kollektive Mega-Power, also: Maske auf und mit panischer Konsequenz da durch!“, sagte Lindenberg der dpa in Hamburg. „Wenn die hirntoten Risikopiloten durch die Aerosole zischen, wird es ganz viele noch erwischen, kritisierte er etwa Maskenverweigerer. Wer den Schutz gegen die Ausbreitung des Virus ignoriere, gefährde nicht nur andere Menschen, sondern bedrohe auch die möglichst schnelle Rückkehr zur geilen, breit aufgestellten Kulturszene in Deutschland.

    mk/dpa/ae

    GemeinschaftsstandardsDiskussion
    via Sputnik kommentierenvia Facebook kommentieren

    Zum Thema:

    Virologe Christian Drosten: „Die Pandemie wird jetzt erst richtig losgehen“
    Nawalny, Timoschenko, Juschtschenko – viele Fragen, wenige Antworten
    Russische Fregatte kollidiert mit Kühlschiff einer Schweizer Reederei
    Tags:
    Maskenpflicht, Udo Lindenberg, Coronavirus, Italien, Donald Trump, Mike Pence, USA, Christchurch