05:04 01 Dezember 2020
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    Ein zweiter russischer Impfstoff gegen das Coronavirus wird laut Präsident Wladimir Putin im September kommen.

    „Im September erscheint bei uns ein neuer Impfstoff. (…) Daran arbeitet ein berühmtes Institut in Nowosibirsk.  Ich bin mir sicher, dass die Fachkräfte ein hervorragendes Präparat produzieren werden, das den Menschen sehr helfen wird“, sagte Putin in einem Interview für den TV-Sender Rossiya 1.

    Putin äußerte sich zudem zu dem Zustand seiner Tochter, die sich vor Kurzem mit dem russischen Corona-Impfstoff Sputnik V impfen ließ. Sie fühle sich derzeit gut.

    „Es ist für unsere Fachkräfte heute völlig offensichtlich, dass dieser Impfstoff eine nachhaltige Immunabwehr entstehen lässt, es entstehen Antikörper, wie auch bei meiner Tochter. Er (der Impfstoff – Anm. d. Red.) ist harmlos. Gott sei Dank fühlt sich meine Tochter gut“, so der russische Staatschef weiter.

    Am ersten Tag nach der Impfung habe seine Tochter eine Temperatur von 38,4 gehabt, am zweiten Tag „etwas über 37“.

    „Sputnik V”

    Am 11. August hatte Putin mitgeteilt, dass Russland als erstes Land einen Impfstoff gegen das Coronavirus registriert habe.

    Das Präparat unter dem Namen „Sputnik V” ist eine Lösung für die intramuskuläre Infusion. Der Impfstoff soll in zwei Etappen mit einem Intervall von drei Wochen verabreicht werden. Diese Methode wird es laut dem russischen Gesundheitsministerium ermöglichen, eine Immunität zu bilden, die bis zu zwei Jahre anhalten soll. Massenimpfungen der Bevölkerung in Russland sind für den Herbst geplant. 

    Laut dem russischen Handelsministerium könnte der Export des Impfstoffs im Frühjahr des kommenden Jahres aufgenommen werden. Als erstes Land soll Weißrussland das russische Vakzin importieren. 

    Die Registrierung des Impfstoffs löste eine Welle der Kritik in westlichen Ländern aus. Der Vorwurf lautete, Putin gehe es nur darum, den Wettlauf um den ersten Corona-Impfstoff zu gewinnen, und das Vakzin sei nicht ausreichend getestet worden. Die russischen Fachkräfte wiesen jedoch darauf hin, dass das Präparat die notwendigen Tests durchlaufen habe und für die menschliche Gesundheit unbedenklich sei.  

    ta/gs

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    Tags:
    Impfstoff, Impfung, Russland, Coronavirus