15:28 19 September 2020
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    Der Leiter des Russischen Fonds für direkte Investitionen (RDIF), Kirill Dmitrijew, hat sich zu dem schnellen Registrierungsverfahren von Impfstoffen in China geäußert. Laut Dmitrijew hat Russland maßgeblich zu dieser Tendenz beigetragen.

    „Die Registrierung des Sinovac-Impfstoffs gegen die Coronavirus-Infektion durch ein beschleunigtes Verfahren für Notsituationen zeigt, dass viele Länder dem Beispiel Russlands folgen. China setzt sich nun für seine Ärzte und Lehrer ein, wie dies in Russland der Fall ist, und stellt den Impfstoff für Risikogruppen bereit“, teilte der Fondsleiter mit. RDIF finanzierte die Entwicklung und Produktion des ersten russischen Corona-Impfstoffs „Sputnik V”.

    Dmitrijew fügte hinzu, momentan setzten sich mehr als 10 RDIF-Partnerländer mit dem beschleunigten Verfahren für die Registrierung von Präparaten und Vakzinen gegen das Coronavirus auseinander, welches Russland vorgemacht habe. Bei diesem Prozess würde die Sicherheit der Medikamente nachgewiesen sowie das Prinzip der menschlichen Adenoviren zur Anwendung kommen, wie dies bei dem bereits ersten registrierten Impfstoff Sputnik V der Fall sei.

    China erlaubte Ende Juni das Impfprogramm per Notverordnung. Laut dem Chef des chinesischen Impfstoffherstellers Sinopharm, Yang Xiaoming, nahmen inzwischen mehr als 20.000 Menschen an der Erprobung des von ihnen entwickelten Vakzins teil. Neben Sinopharm arbeiten in China Hersteller wie Sinovac und CanSino an einem Imfpstoff.

    Hinter zwei der wenigen potenziellen Impfstoffe weltweit, die ein fortgeschrittenes Entwicklungsstadium erreicht haben, stehen laut WHO chinesische Hersteller, die mit anderen Ländern in der abschließenden Phase III der Entwicklung zusammenarbeiten. In dieser praktischen Testphase soll gezeigt werden, ob ein Impfstoff tatsächlich vor einer Infektion schützt. Noch konnte dies jedoch bei keinem Impfstoff nachgewiesen werden.

    Erster registrierter Imfpstoff weltweit

    Am 11. August hatte Putin mitgeteilt, dass Russland als erstes Land einen Impfstoff gegen das Coronavirus registriert habe. Das Präparat unter dem Namen „Sputnik V” ist eine Lösung für die intramuskuläre Infusion. Der Impfstoff soll in zwei Etappen mit einem Intervall von drei Wochen verabreicht werden. 

    Diese Methode wird es laut dem russischen Gesundheitsministerium ermöglichen, eine Immunität zu bilden, die bis zu zwei Jahre anhalten soll. Massenimpfungen der Bevölkerung in Russland sind für den Herbst geplant.

    Laut dem russischen Handelsministerium könnte der Export des Impfstoffs im Frühjahr des kommenden Jahres aufgenommen werden. Als erstes Land soll Weißrussland das russische Vakzin importieren. Als weitere Interessenten gelten Aserbaidschan, Brasilien, Venezuela und Kasachstan. Putin teilte am Donnerstag mit, dass schon im September der zweite Corona-Impfstoff aus russischer Produktion kommen solle. 

    mka/sna/gs

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    Tags:
    Russland, China, Corona-Impfstoff