06:36 21 September 2020
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    In der schwedischen Stadt Malmö ist es zu Unruhen gekommen, nachdem Berichte über die Schändung einer Koranausgabe die Runde gemacht hatten. Etwa 15 Personen sollen am späten Freitagabend vorübergehend festgenommen worden sein. In den frühen Morgenstunden wurde die Ordnung wieder hergestellt.

    Etwa 300 Menschen hatten im Einwandererviertel Rosengard Autos und Reifen in Brand gesetzt und die Polizei und Rettungskräfte mit Steinen beworfen. Anlass waren im Internet kursierende Bilder, die zeigten, wie ein Koranband mit Füßen getreten wurde. Die Erregung der Menge steigerte sich, als es hieß, ein Koran sei verbrannt worden.

    ​Illegale Kundgebung

    Bevor die Bilder von der Koranschändung kursierten, hatten sich einige Anhänger des Chefs der dänischen islamfeindlichen Partei Strammer Kurs, Rasmus Paludan, in Malmö zu einer Aktion gegen den Koran versammelt. Die Kundgebung war zuvor von der Polizei verboten, das Verbot von einem Gericht bestätigt worden.

    ​Paludan selbst war an der Einreise nach Schweden gehindert und mit einem zweijährigen Einreiseverbot belegt worden. Die Polizei löste die Versammlung auf und nahm sechs Personen unter dem Verdacht der Unruhestiftung gegen eine ethnische Gruppe fest.

    Der Malmöer Polizeichef Stefan Sinteus erklärte, die Polizei untersuche die Vorfälle. Sie arbeite mit den Religionsgemeinschaften und anderen Gruppen zusammen, um sicherzustellen, dass sich jeder sicher fühlen könne.

    mka/dpa/gs

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    Tags:
    Islamfeindlichkeit, Unruhen, Schweden