16:48 18 September 2020
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    Der Leiter des Russischen Fonds für direkte Investitionen (RDIF), Kirill Dmitrijew, hat die Pläne der USA und Großbritanniens kommentiert, nach denen diese Länder den Prozess der Registrierung eines eigenen Corona-Impfstoffs vorantreiben wollen.

    „Der Russische Fonds für direkte Investitionen (RDIF) nimmt den Wunsch der US-amerikanischen und britischen Behörden zur Kenntnis, der Prozedur der beschleunigten Registrierung von Corona-Impfstoffen zu folgen, die in Russland eingesetzt wurde“, sagte Dmitrijew. 

    Er betonte, die USA und Großbritannien hätten die Registrierung des weltweit ersten Corona-Impfstoff „Sputnik V” heftiger Kritik ausgesetzt. Die Regierung des britischen Premierministers Boris Johnson hätte jedoch vor Kurzem die Möglichkeit einer beschleunigten Registrierung des britischen Impfstoffes angekündigt, und zwei Tage später hätte der Chef der US-Hygieneaufsichtsbehörde für Lebensmittel und Medikamente (FDA), Dr. Stephen Hahn, eine ähnliche Erklärung abgegeben. Er hätte bekanntgegeben, dass es möglich sei, einen Impfstoff gegen das Coronavirus noch vor dem Abschluss der dritten Testphase zu registrieren. Damit wäre er genau dem Vorbild Russlands gefolgt.

    „Wir begrüßen die Bestrebung unserer Partner, die eigenen Bürger zu schützen, und sind bereit, ihnen eine umfassende Unterstützung und eine Begutachtung zur schnellstmöglichen Zulassung von wirksamen und unschädlichen Präparaten gegen Coronavirus anzubieten“, so Dmitrijew. 

    „Wie ich bereits erwähnt habe, musste die von den russischen Erfolgen schockierte westliche Welt vier Phasen durchmachen, um das Unvermeidliche zu akzeptieren: Negation, Zorn, Depression und schließlich die Akzeptanz. Jüngste Erklärungen zeigen, dass einige unserer Partner die Phase der Depression bereits durchgelaufen haben“, stellte Dmitrijew fest. 

    USA wollen ihren Impfstoff vor Abschluss seiner Erprobungen zulassen

    In den USA laufen derzeit klinische Tests an Impfstoffen gegen das Coronavirus, die von Unternehmen wie Moderna, Pfizer und AstraZeneca entwickelt wurden. Zuvor hatte US-Präsident Donald Trump gesagt, dass der Impfstoff gegen Covid-19 zu den Präsidentenwahlen am 3. November in den USA fertiggestellt werden könne.

    Der Chef der US-Hygieneaufsichtsbehörde für Lebensmittel und Medikamente (FDA), Dr. Stephen Hahn, hatte aber vor Kurzem bekanntgegeben, dass er bereit sei, dem Impfstoff gegen das Coronavirus noch vor dem Abschluss der dritten Testphase grünes Licht zu geben, wenn der Vorteil mögliche Risiken überwiegen sollte.

    ao/sb

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    Tags:
    Großbritannien, USA, Russischer Fonds für Direktinvestitionen (RDIF), Kirill Dmitrijew, Corona-Impfstoff, Coronavirus, Russland