16:02 30 November 2020
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    Seitdem ein Mann in Schwaben einen freilaufenden Pfau mit einer Armbrust getötet hat, ist der 23-Jährige die Zielscheibe zahlreicher Drohungen in sozialen Netzwerken. Ein Polizeisprecher sagte am Montag, etliche Nutzer wünschten dem Schützen so einiges an den Hals. Bislang habe es sich aber nicht um strafrelevante Bedrohungen gehandelt.

    Bislang habe es sich aber nicht um strafrelevante Bedrohungen gehandelt.

    Das erschossene Tier war am Mittwochabend von einem Zeugen auf seiner Garage im bayerischen Harburg entdeckt worden. Am selben Ort wurden auch Pfeilfragmente gefunden. Der Zeuge alarmierte die Polizei und den 70-jährigen Halter des Tieres, der einige Häuser weiter lebt. Da die Pfeilspitze in ein Blech an dem Garagendach einschlug und steckenblieb, konnten die Ermittler die Flugbahn nachvollziehen und so feststellen, dass der Bolzen aus der Wohnung des 23-Jährigen abgefeuert worden war.

    Der Mann habe die Tat am Freitag eingeräumt, schweige aber weiterhin zu seinem Motiv, so der Sprecher. Die Polizei zeigte ihn wegen eines Vergehens gemäß dem Tierschutzgesetz sowie wegen Sachbeschädigung an.

    Der Tod des zehn Jahre alten Vogels, der im Ort unter dem Namen „Pfaui“ bekannt war, hat viele Anwohner traurig gestimmt. Das Tier drehte nach Darstellung der Polizei seit Jahren seine Runden in der Straße und war beliebt. Zeugenangaben zufolge habe der Vogel es besonders genossen, sich auf dem Garagendach eines Nachbarn in einer dortigen Fensterscheibe zu spiegeln.

    ls/mt/dpa

     

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    Tags:
    Polizei, Deutschland