15:21 30 November 2020
SNA Radio
    Panorama
    Zum Kurzlink
    19444
    Abonnieren

    Trump verteidigt Schützen von Kenosha; Spahn sieht große Zustimmung zu Corona-Politik; GdP warnt vor Radikalisierung bei Corona-Protesten; Ungarn schließt seine Grenzen wegen Corona; Stimmung in Chinas Industrie besser als erwartet; Amazon testet bald Lieferungen per Drohne in den USA

    Sputnik präsentiert Ihnen in Kürze, was in der Nacht zum Dienstag geschehen ist.

    Trump verteidigt Schützen von Kenosha

    US-Präsident Donald Trump hat einen weißen Schützen verteidigt, der bei einem Protest gegen Rassismus in der Stadt Kenosha zwei Menschen erschossen haben soll. Trump sagte, dieser habe in Notwehr gehandelt. Die Demonstranten hätten ihn sehr gewalttätig angegriffen und er wäre wohl getötet worden, sagte Trump. Die Untersuchungen liefen noch, fügte er hinzu. Trump wollte die Stadt in Wisconsin heute besuchen, obwohl ihn der demokratische Gouverneur des Bundesstaats und der Bürgermeister gebeten haben, nicht zu kommen. Dem 17-Jährigen Kyle R. wird vorgeworfen, am Rande der teils gewalttätigen Proteste in Kenosha zwei Menschen erschossen und eine weitere Person verletzt zu haben. Sein Anwalt spricht von Selbstverteidigung.

    Spahn sieht große Zustimmung zu Corona-Politik

    Bundesgesundheitsminister Jens Spahn hat davor gewarnt, die Demonstrationen gegen staatliche Corona-Auflagen als exemplarisch für die Stimmungslage im Land anzusehen. Umfragen und Veranstaltungen zeigten, dass es eine große Unterstützung für die Politik der Bundesregierung gebe, betonte Spahn im ZDF. Er sehe in Umfragen und spüre bei Veranstaltungen, dass es insgesamt eine große Unterstützung für die Politik gebe, sagte der CDU-Politiker. Man dürfe diese Bilder nicht als die Gesamtstimmung im Land nehmen. Er könne verstehen, dass viele Menschen enttäuscht seien und Frust hätten, sagte der Minister. Aber die Frage sei doch, welcher Frust diesen Hass rechtfertige, fügte er hinzu.

    GdP warnt vor Radikalisierung bei Corona-Protesten

    Nach den Ausschreitungen in Berlin vom Wochenende rechnet die Gewerkschaft der Polizei mit einer Radikalisierung der gesamten Protestbewegung gegen die Corona-Politik. Seit den ersten Hygiene-Demonstrationen verfestige sich der Einfluss rechtsextremer Gruppen auf die Corona-Protestbewegung, sagte der GdP-Vizevorsitzende Jörg Radek den Zeitungen der Funke Mediengruppe. Die Rechten seien dabei, die Bewegung komplett zu kapern. Die Gefahr sei im Moment groß, dass sich die Situation genauso entwickle wie bei der islamfeindlichen Pegida-Bewegung, fügte er hinzu. Auch bei Pegida habe am Anfang die Wut über politische Entscheidungen gestanden. Der Zentralrat der Juden warnt vor wachsendem Antisemitismus im Zuge der Proteste. Präsident Schuster kritisierte in der „Bild“-Zeitung, wer sich an solchen Demonstrationen beteilige, unterstütze indirekt die Argumente von Antisemiten.

    Ungarn schließt seine Grenzen wegen Corona

    Ungarn schließt wegen steigender Infektionszahlen mit dem Coronavirus im Ausland von heute an seine Grenzen für ausländische Touristen. Einreisen dürfen nur noch ungarische Staatsbürger, Ausländer müssen dazu einen wichtigen Grund angeben. Die meisten neuen Infektionen in Ungarn seien aufgrund von Ansteckungen im Ausland festgestellt worden, sagte Regierungssprecher Gulyas. In Ungarn mit einer Bevölkerung von rund zehn Millionen Menschen gilt derzeit Maskenpflicht in geschlossenen öffentlichen Räumen mit Ausnahme von Gaststätten, auch Abstände müssen eingehalten werden. Zuletzt registrierte die Johns-Hopkins-Universität insgesamt 6139 Corona-Fälle und 615 Tote in dem Land.

    Stimmung in Chinas Industrie besser als erwartet

    Die Stimmung in Chinas Industrie ist besser als erwartet. Als Zeichen, dass sich die zweitgrößte Volkswirtschaft von der Corona-Krise erholt, stieg der Einkaufsmanager-Index (PMI) des Wirtschaftsmagazins „Caixin“ auf den höchsten Stand seit mehr als neun Jahren. Das wichtige Konjunkturbarometer für das herstellende Gewerbe kletterte im August von 52,8 im Vormonat auf 53,1 Punkte und lag damit über den Vorhersagen der Experten, berichtete das Blatt heute. Produktion und neue Aufträge entwickelten sich noch stärker als im Juli, während die Unternehmen auch über den ersten Anstieg der Exporte in diesem Jahr berichteten. Der Index lag damit den vierten Monat in Folge über der kritischen Marke von 50 Punkten, wo von einer Expansion auszugehen ist.

    Amazon testet bald Lieferungen per Drohne in den USA

    Amazon will in den USA mit der testweisen Zustellung von Käufen mit seinen automatisierten Lieferdrohnen beginnen. Möglich wird dies dadurch, dass die Luftverkehrsbehörde FAA den Fluggeräten die nötige Zertifizierung erteilte, teilte der Online-Händler mit. Amazon schränkte zugleich ein, dass es noch dauern werde, bis Lieferungen per Drohne regulär zum Alltag gehören. Amazon hatte bereits 2013 zum ersten Mal eine Lieferdrohne vorgestellt. Seitdem wurden wiederholt neue Modelle gezeigt, zuletzt im vergangenen Jahr. Diese elektrische Drohne mit sechs Rotoren soll in einem Umkreis von bis zu zwölf Kilometern vom Lager fliegen und bis zu 2,3 Kilogramm befördern. Dank Sensoren kann sie Hindernisse erkennen und ihnen ausweichen. Amazons Plan ist, mit der „Prime-Air“-Flotte Einkäufe binnen 30 Minuten zu liefern. Die Rede ist zunächst von kleineren Haushaltsartikeln wie Zahnpasta oder Rasierer.

    GemeinschaftsstandardsDiskussion
    via Sputnik kommentierenvia Facebook kommentieren

    Zum Thema:

    Iran: Organisator der Ermordung von Atomphysiker Fachrisadeh steht fest – Rache versprochen
    Tschechiens Präsident will Liste aller russischer Spione im Land – Medienbericht
    Washington hat sich in letzten vier Jahren nicht als verlässlicher Partner gezeigt - IIP
    Arzt befruchtete Dutzende Patientinnen geheim mit eigenem Sperma