16:20 30 November 2020
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    Die Bundesanwaltschaft hat einen Mann festnehmen lassen, der sich in Syrien der Terrorgruppe „Junud al-Sham“ angeschlossen haben soll. Das geht aus einer entsprechenden Mitteilung der Karlsruher Behörde mit.

    Der deutsche Staatsangehörige wurde „aufgrund eines Haftbefehls des Ermittlungsrichters des Bundesgerichtshofs vom 27. August 2020 in Bonn von Beamten des mit den Ermittlungen beauftragten Bundeskriminalamtes“ festgenommen.

    Seine Wohnung in Bonn wurde demnach durchsucht. Derzeit befinde er sich inzwischen in Untersuchungshaft.

    Vorwürfe

    Der Beschuldigte steht im Verdacht, sich im Jahre 2013 in Syrien der ausländischen terroristischen Vereinigung „Junud al-Sham“ („Soldaten Syriens“) angeschlossen zu haben. Dafür hatte der Mann mit deutscher Staatsangehörigkeit im selben Jahr Deutschland verlassen.

    Die Ermittler werfen ihm vor, nach einer drei Monate langen Waffenausbildung für die Gruppierung Wachdienste und Kurierfahrten übernommen zu haben. Darüber hinaus soll der Mann zwei deutschsprachige Propagandavideos als Sprecher mitproduziert haben.

    Im November 2013 kehrte der Mann laut dem Schreiben nach Deutschland zurück. Warum er erst fast sieben Jahre später festgenommen wurde, teilte die Bundesanwaltschaft nicht mit.

    ak/dpa/sb

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    Tags:
    Syrien, Terror, Festnahme, Bundesanwaltschaft, Bonn, Deutschland