13:43 29 September 2020
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    Saudi-Arabien hat den Kommandeur der internationalen Militärkoalition, die im benachbarten Bürgerkriegsland Jemen agiert, abgesetzt. Aus einem Dekret von König Salman geht hervor, dass gegen General Fahd bin Turki bin Abdulasis Ermittlungen wegen Verbindung mit Korruptionsfällen im saudischen Verteidigungsministerium eingeleitet worden seien.

    Darüber berichtete die staatliche Nachrichtenagentur SPA am Dienstag.

    Auch der Sohn des Generals, Prinz Abdulasis bin Fahd bin Turki, wurde demnach von seinem Amt als Vize-Gouverneur der Region Al-Dschuf entbunden. Zudem seien Ermittlungen gegen vier weitere Militärangehörige eingeleitet worden. Nach „verdächtigen Finanztransaktionen“ im Verteidigungsministerium hat der Kronprinz und Verteidigungsminister Mohammed bin Salman den Fall an die Anti-Korruptions-Behörde verwiesen.  

    Die von Saudi-Arabien angeführte Militärkoalition bekämpft im Jemen seit mehr als fünf Jahren die Huthi-Rebellen, unter deren Kontrolle weite Teile des Landes stehen. Das sunnitische Königshaus in Riad sieht in den Huthis einen engen Verbündeten seines schiitischen Erzfeindes Iran. Trotz regelmäßiger Luftangriffe im Jemen hat die Koalition die Rebellen bislang nicht endgültig zurückdrängen können.

    Saudi-Arabien ist in den vergangenen Jahren mehrfach wegen Korruptionsvorwürfen gegen Mitglieder des Königshauses vorgegangen. Im Herbst 2017 ließ Kronprinz Mohammed, der „starke Mann“ des Landes, mehr als 200 führende Persönlichkeiten festsetzen. Nach Einschätzung von Beobachtern habe er damit versucht, seine Macht zu festigen.

    ls/mt/dpa

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    Tags:
    Verteidigungsministerium, Jemen, Saudi-Arabien